262
der Fässer bereit lag, um den Thran mittels eines Schlauches ein-zunchmen. Am Ende der dritten Woche war diese unterste Faßrcihegefüllt, und das Schiff wurde „steif" uud kam iu guten Ballast-Stand, obgleich man das vorrathsweise eingenommene Wasser völ-lig ausgepumpt hatte.
Während dieser ganzen Zeit war das Wetter für eine so hoheBreite sehr schön und in jeder Hinsicht günstig gewesen. Am dreiund zwanzigsten Tage nach dem Einlaufen des Schooners standRoswell Gardiner auf dem Vorsprung einer Klippe, in nicht großerEntfernung von dem Gebäude, und überschaute eine weite Streckeder Seeküste, wo See-Elcphanten uud Löwen und Hunde und Bä-ren so furchtlos umher humpelten, wie an dem ersten Tage derAnkunft des Schooners. Die Sonne ging eben auf, uud die Rob-ben kamen schwerfällig aus dem Wasser heran und wählten sichgünstige Plätze aus, um sich in ihren Strahlen zu wärmen.
„Dicß ist ein erfreulicher Anblick für einen ächten Robbenjäger,Kapitän Gar'ner," bemerkte Stimson, welcher, wie gewöhnlich, ander Seite seines Offiziers war, „ein Anblick, dessen Gleichen mirnoch niemals vorgekommcn ist. Ich habe diesen Beruf nun seitfünf und zwanzig Jahren verfolgt, nie aber einen Hasen gefunden,welcher für ein Schiff so sicher, und nie eine so große Menge dieserThiere gesehen, welche so wenig zu beunruhigen und scheu zu ma-chen gewesen wäre."
„Gewiß, Stephan, wir dürfen uns glücklich neunen, und ichhoffe jetzt, daß wir das Schiff zeitig füllen und abreisen können,ohne durch das Eis belästigt zu werden," versetzte Noswcll. UnserGlück war groß, wenn ich Alles in Anschlag bringe."
„Ihr nennt es Glück, Kapitän Gar'ner, nach meinem Da-fürhalten aber gibt es ein wahreres und besseres Wort dafür,Herr."
„Ah, ich weiß wohl, was Ihr sagen wollt, Stephan, ich kann