wenn ich diesem Schwänze nicht mißtraute. Ich glaube, er weiß,daß wir hier sind."
„Ihr könnt Euch darauf verlassen, daß er cS weiß, KapitänGar'ner. Es ist stets das beste, wenn Ihr Euch mäßigt und EureZeit abwartct, Herr. Der Geselle hat einen gewissen Zug in sei-nem Ankerflügeln, welcher mir selbst nicht gefällt, und es ist dasGerathenste, wir sehen erst, was er vor hat, ehe wir uns nähern.Bemerkt Ihr wohl, daß er säst jede Minute cintaucht, statt schönund in stattlicher Bewegung, wie cs einem Wallfische ziemt, nachvorncn zu schwimmen?"
„Eben diese Bewegung erregt mein Mißtrauen, Stephan, undich werde noch ein wenig warten, um zu scheu, was er will. Ichhoffe, unsere Leute im Schooner werden thätig sein und die Schiffegehörig nach windwärts drängen, che eS dunkel wird. UnserSchiffswärtcr schläft mehr als er wacht, und ist wohl im Stande,den Seclöwen um einen oder zwei Punkte abfallc» zu lassen."
„Herr Hayard mahnte ihn, einen tüchtigen Ausguck nach den
Booten zu halten, Herr, und ich denke, er wird wohl-Aus-
gcschaut, Herr, ansgcschaut!"
Diese Mahnung kam in dem rechten Augenblick, denn derWallfisch hemmte eben seine Bewegung, hob seinen nngchcncrn„Ankerflügel" und schlug sechs- bis siebenmal damit auf das flacheWasser, daß man den Schlag ans eine halbe Stunde hin hörte,während die Luft weitnm mit Sprühe ungefüllt war.
So wie der Schwanz des Thicres in der Luft gesehen wurde,ließ man Tau aus dem Boot auslaufen und steigerte so die Ent-fernung zwischen dem Bug und den Schlägen um wenigstens hun-dert Fuß. Nichts konnte den kühnen Eharakter der Wallfischfängcrbesser in das Licht stellen, als das Gemälde, welches Noswcll Gar-diner und seine Gefährten jetzt darbotcn.
In der Mitte des atlantischen Meeres, stundenweit von ihremSchiffe, von den anderen Booten verlassen, harrten sie geduldig