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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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denn das Weibchen gibt nicht die Hälfte des Ertrags, den derSieger von dem männlichen Wallfisch erzielt.

Das Thier, welches an Noswell's Boot gefestigt war, hatteihn zwei volle Stunden nach windwärts geführt, so daß die Mann-schaft die anderen Boote ganz auö dem Gesichte verlor und selbstdie Obensegel der Schooner kaum noch über der Fläche des Was-sers zu sehen waren. Zum Glück war die Mittagsstunde erst vor-über und man brauchte wegen der Nacht noch nicht besorgt zu sein,auch schien der Fisch nicht sehr beunruhigt, obgleich das Boot sonahe hinter ihm herkam.

Anfangs, oder ehe die Eisenabgeschosscn" worden, hatteman jedes Geräusch sorglich vermieden, sobald die Mannschaft aberfest" war, verwandelte sich das Geflüster in laute Rufe, die Be-fehle kamen in dem gewöhnlichen, durchdringenden Tone, als gältees, sich von der Schanze bis in die fernsten Theile eines Schiffesvernehmlich zu machen. Die wildeste Erregung und die ruhigsteUmsicht zumal herrschte unter der Mannschaft, man gewahrte leicht,daß ein heftiges Jagdfieber unter ihnen wüthete. Gardincr warbei weitem der ruhigste in dem Boote, wie es auch seiner Stellungund seinen verantwortlichen Pflichten zukam.

Stimson, der älteste und beste Seemann in dem Schooner,derselbe, welcher seinen jungen Kapitän an die Dankbarkeit gegendas göttliche Wesen erinnert hatte, versah die Stelle des Steue-rers, nachdem er vorher die Harpune abgeschossen hatte. An ihnwendete sich jetzt Gardiner, nachdem er seit zwei Stunden einenWallfisch verfolgt hatte.

Dieser Bursche scheint uns eine lange Jagd bereiten zu wol-len, sagte der Kapitän, indem er sich auf den starken Klampen desBugs wiegte und die Lanze handhabte wie ein Tauzkünstlcr aufdem Seile seine Stange balancirt, während das Wasser bei derraschen Bewegung des Bootes über das vordere Dollbord spritzte,ich zöge gern an seine Seite und ließ' ihn die Lanze fühlen,