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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
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Jetzt begann man ganz nach windwärts abzuhalten, denn cswar bekannt, daß ein angeschossener Wallfisch anfangs selten eineandere Richtung verfolgt. Die Geschwindigkeit, mit welcher dasThier schwamm, mochte etwa sechs Knoten betragen. Dann undwann mäßigte er seine Eile, und gelegentlich betrug sie kaum dieHälfte der erwähnten Schnelle. So oft ein solcher Augenblick ver-hältnißmäßigcr Ruhe eintrat, holten die Leute auf das Tan an undkamen dem Fische allmälig immer näher, bis sie auf fünfzig Fußvon seinem furchtbaren Schwänze hielten. Das Tan wurde jetztumgeschlagcu und man harrte des Augenblicks, wo man zur Lanzegreifen konnte.

Nach der Behauptung von Wallfischfängern ist ein vierzigFässer-Bulle von der Gattung der Pottwallfische das gefährlichstealler Thiere dieser Klasse. Die größeren Bullen sind bei weitemdie mächtigsten und treiben allein ganze Heerden dieser halbwüch-sigen Thiere vor sich her, was die jungen Männchen natürlich er-zürnt und wild macht. Diese Letzteren sind nicht nur lebendigerund verwegener, als die größeren Thiere, sondern stellen sich aucheher zum Kampfe und verursachen ihren Angreifern die größteMühe.

Dieß mag einer der Gründe gewesen sein, warum RoswellGardiner sich nur in mäßiger Eile so dicht in demFahrwasser"des hundert Fässer-Wallfisches hielt. Dennoch war etwas in denBewegungen dieses Thicres, das ihn veranlaßte, sehr vorsichtigzu Werke zu gehen. Er war jetzt auf zwei Stunden von demSchooner und halb so weit von den anderen Booten entfernt, derenkeines bis jetzt einen Fisch harpunirt hatte. Dieser letztere Umstandhatte seinen Grund darin, daß die verschiedenen Offiziere wegender Wahl nicht mit sich einig waren, da die Weibchen der Pott-wallfische, wenn sie ihre Jungen säugen, gewöhnlich leicht find undverhältnißmäßig nur wenig Wallrath und Thran liefern. Roswellhatte, indem er den Bullen wählte, sein gesundes Urtheil bewährt,