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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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glaube, Kapitän Daggctt müsse eine Art Nachricht von den Robben-Jnseln haben, obgleich er die eigentliche Lage derselben nicht genauzn kennen scheine.

Von den kleinen Inseln sagte Roswcll nichts, denn es war ihmnicht in den Sinn gekommen, daß Daggctt von diesem Thcilc seinerSendung auch nur die entfernteste Ahnung haben könne. In Folgedieser Ansicht hegte er nicht den geringsten Argwohn in Betreff derBeweggründe, welche den Vinevardcr an ihn fesselten, und daherwurde dieses Gegenstandes in dem Briefe auch gar nicht erwähnt.Unser junger Kapitän war im Gegentheil sehr beredt, indem er seineDankbarkeit gegen Daggctt und dessen Mannschaft für den Beistandaussprach, welchen sie ihm freiwillig geleistet, und ohne den er vordem Ablauf einer Woche nicht wieder hätte in See stechen können.Eine Nachricht besagte, daß der Brief theilwcise jcnseit der Barregeschrieben und dem Lootseu übergeben worden, um ihn zur Postzu besorgen.

Freiwillig?" stöhnte der Decan laut.Als ob irgend Je-mand ohne Bezahlung arbeitete?"

Roswcll drückt sich darüber klar aus, Oheim," antworteteMary,und hier könnt Ihr lesen, daß Daggctt sich erbot, ohneirgend eine Entschädigung in den Hafen von Beauford zu treten,und die Arbeit fördern zu Helsen. Schiffe stehen oft auf diesefreundschaftliche Weise einander bei, hoffe ich, die christlicheLiebe fordert dazu aus."

Nicht ohne Bergclohn, nicht ohne Bergelohn! Diese Liebe isteine gute Sache, und es ist unsre Pflicht, sie bei allen Gelegen-heiten zu üben, aber der Bergelohn gesellt sich dieser Liebe bei, wiedas Interesse sich jeder andern Tugend beigesellt. Dieser Schoonerwird mich zu Grunde richten, furcht' ich, und die Stadt wird michin meinen alten Tagen ernähren müssen."

Dieß ist nicht denkbar, Oheim, denn Ihr habt ihn bezahltund Eure Höfe bleiben Euch ungeschmälert, wie Eure ganze sonstige