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setzen. Ist eines jener furchtbaren Siegel darauf, deren sich dieöffentlichen Notare bedienen, wenn sie Geld wollen?"
Mary wurde feuerrotst, und erschien in diesem Augenblickesehr reizend, obgleich sic so entschlossen war, wie jemals, ihreHand nur dem Manne zu geben, dessen „Gott auch ihr Gott wäre".
„Es ist ein Brief an mich, Herr, sonst nichts, ich versichereEuch, Oheim. Noswcll schreibt mir öfter, wie Ihr wißt. Er hatseinen Brief dem an Euch beigeschlossen."
„Ja, ja, ich freue mich, daß es nichts Schlimmeres ist. Nun,woher ist dieser Brief geschrieben? Gibt er die Länge und Breitean? Es wird mir eine Beruhigung sein, wenn ich höre, daß erschon recht weit südöstlich steht!"
Die Nöthe schwand aus Mary's Antlitz, und sie wurde blaß,als sic die ersten Zeilen des Briefes überflog. Daun nahm sie ihreganze Entschlossenheit zusammen, und cs gelang ihr, dem Oheimdie Vorfälle zu berichten.
„Ein Unglück ist dem guten Roswell zngestoßcn," sagte sie,und ihre Stimme bebte vor Erregung, „obgleich cs nicht halb soschlimm scheint, als cs hätte werden können. Der Brief ist zuBeauford in Nord-Carolina geschrieben, wo der Schooner cinlies,um sich neue Masten zu verschaffen. Denn er hatte in einem Sturmevor Cap Hatteras die verloren, mit welchen er abgcsegelt war."
„Hatteras!" fiel der Decan stöhnend ein, „was in aller Welthat mein Schiff dort unten zu thun?"
„Ich kann Euch dicß nicht sagen, Oheim, — das Beste wirdjedoch sein, ich lese Euch Noswell's Brief vor, und Ihr werdet danndie ganze Geschichte erfahren."
Mary begann nun laut zu lesen. Gardiner theilte einen offe-nen, klaren Bericht von Allem mit, was sich seit der Trennung vonseinem Schiffshcrrn begeben hatte, er verschwieg nichts, und suchtenicht einmal seine Schuld zu beschönigen. Ueber den Seelöwcnvon Holmes' Hole schrieb er ausführlich, äußerte sich dahin, erDie Seelöwen. 12