Kennebunk, welcher hierher befehligt worden, um auf die Abtrifftdes Schiffes zu achten, batte diese ungewöhnlichen Worte lautwerden lassen. Die Andacht, mit welcher er sprach, machte mehrEindruck auf den jungen Kapitän, als die Worte selbst, denn jenewar bei Seefahrern sehr ungewöhnlich, während eine solche Sprachedich nicht in dem Grade war. Gardiner erinnerte sich später die-ses kleinen Begebnisses, welches nicht ohne Folgen blieb.
„Ich glaube, Herr/' sagte Hayard, „der Sturm hat sich ge-brochen. Es ereignet sich oft an unseren Küsten, daß der Südostplötzlich umspringt und aus Nordwesten bläst. Ich hoffe, es wirdnicht zu spät sein, um den Vineyarder Burschen zu retten, obgleicher mit einer fürchterlichen Geschwindigkeit ans die Brandungen los-slürmt."
„Jetzt fliegt sein Focksegel wieder, und nun schweigt der Windvon Neuem," versetzte Gardiner. „Ich sage Euch, Herr Hayard,der Wind wird umspringen, und nur dich kann uns Beide aus denBrandungen retten."
„Und dieß haben wir der Gnade des allmächtigen Gottes durchdie Fürsprache seines einzigen Sohnes zu danken!" setzte Stimsonmit derselben Inbrunst hinzu, obgleich er mit sehr leiser Stimme,gleichsam vor sich hin, sprach.
Roswell Gardincr war wieder überrascht, und einen zweitenAugenblick vergaß er den Sturm und seine Gefahren. Es warjedoch kein Sturm mehr, denn der Wind hatte sich entschieden ge-mäßigt und die beiden Ankertaue des Schooners spannten sichnur, wenn das Rollen der Wellen ihn hob und senkte. DiesesSpielen der Wellen gefährdete den andern Schooner noch, denn estrieb ihn, obgleich nicht mehr mit derselben Raschheit, den Bran-dungen entgegen.
„Warum wirft der Bursche nicht Anker?" rief Gardiner inseiner Angst, denn für sich hatte er jetzt nichts mehr zu besorgen.