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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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-Wenn er nicht ankert, wird er in das weiße Wasser getriebenund ist verloren."

Er denkt so wenig daran, daß er seine Reffe losmacht," ant-wortete Hayard.Seht dort zeigt sich ein Matrose in der Höhe,der das Obensegel löst, und dort beginnt bereits ein ganzes Mars-segel zu flattern."

In der That schien Daggctt eher geneigt, seinen Segeln alsseinen Ankern zu vertrauen. Nach einer kurzen Weile stand seinSchiff unter vollen Segeln und bemühte sich, die einzelnen Wind-stöße zu fangen und so an das Land anzutretcn.

Jetzt senkte sich der Wind wieder und die Segel schlugen soschwer an, daß Gardiner und seine Leute cs aus eine halbe Meilehorten. Dann füllte sich die Leinwand wieder in entgegengesetzterRichtung und der Wind blies vom Lande her.

Die Nase des Schooners wurde augenblicklich den Wellen ent-gegengewendet und die Lothleine, welche an der Seite uiedcrgiug,zeigte, daß er in der rechten Richtung ging. Diese plötzlichen Wech-sel, welche zuweilen verderblich, zuweilen Schickungen der göttli-chen Gnade sind, haben stets starke Gegenströmungen der Lust inihrem Gefolge.

Nun wird er kommen," sagte Hayard,ein achter Nordwest,der seine rauhe Seite herauskehren wird."

Die Nichtigkeit dieser Ansicht machte sich bald geltend. Nachzehn Minuten blies er schwer und in einer Richtung, welche der fastentgegengesetzt war, in welcher sich die Strömung des Windes bis-her bewegt hatte. Wie es sich von selbst versteht, hielt der Seelöwevon Vineyard vom Lande ab und wälzte sich durch die entgegen-kämpfenden Wellen, welche noch immer von dem hohen Meere hereinrollten, während der Seelöwe von Oystcr-Pond den Einfluß derneuen Windströmungcn füllte und mit geringer oder keiner Span-nung seiner Ankertaue zwischen den zwei entgegengesetzten Kräften,wenn wir so sagen dürfen, schwankte.