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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Augenblick, er könne auf der Stelle, wo er stand, das Ende desSturmes erwarten, wenn er nur der Brandungen klar wäre, Aerte,Beile und Messer waren in voller Thätigkeit, und Roswell Gar-dincr sah die Masse von Spieren und Tanwerk mit einer Freude,welche er nicht zu verbergen wünschte, klar abtreiben. Als er sieleewärts schwimmen sab, jubelte er laut. Ein Bleiloth wurde au-genblicklich in die Tiefe gelassen, um zu sehen, ob die Anker hielten.Dieser stets verlässige Versuch gab jedoch die traurige Gewißheit,daß der Schooncr noch in etwas weniger als zwei Minuten um seineLänge trifftetc.

Die einzige Hoffnung gründete sich jetzt darauf, daß die Zähneder Anker festem Haltgrnnd finden würden, als bisher. Der Bodenwar jedoch harter Sand, welcher einem Schiffe nie den Halt bietet,welchen es in Schlamm findet. Nach Roswell Gardiner's Berech-nung mußte eine Stunde höchstens, vielleicht nach weniger Zeit siein die Brandungen führen.

Der Scelöwe von Holmes'Hole stand um eine Kabellänge rück-wärts, und etwa eine halbe Meile südlich, als sich dieß an Bordseines Gefährten begab. Gerade in diesem Augenblick zogen sichdie Brandungen seewärts vor diesem Schooncr entlang, und zwan-gen ihn zu vieren. Dieß geschah, seine Nase wurde südwärts ge-stellt und er kämpfte sich nun gerade gegen seinen Gefährten hin.Durch das Wenden hatte er Grund genug verloren, um leewärtsvon dem vor Anker treibenden Schiffe und der Gefahr näher zukommen.

Roswell Gardiner stand aus seiner Schanze und achtete ängst-lich ans die Abtrifft des andern Schooners, der in dem unruhigenWasser daher stürzte und sich durch Wellen nach vornen drängte,welche fast so weiß waren, wie die Brandungen, die ihnen leewärtsmit Vernichtung drohten.

Das vor Anker treibende Schiff bewegte sich so langsam, daßes als Merkzeichen für den unaufhaltsamen, wüthcnden Lauf sci-DN Seelvwen. 11