nern gehandhabt werde, welche wohl verstanden, wie man mit einemSchiffe dieser Art umzugehen Heide.
Der Wind wurde nach und nach stärker, und die Schoonerbargen die Segel, bis beide endlich nur unter dicht gerefften Fock-segcln liefen. Dieß wäre so viel gewesen als „Beilegen", hätte mandie Steuer nickt ein wenig abgehalten, um die Schiffe durch dasWasser zu drängen. Um eigentlich beizulegcn, hätte man einigeHinterscgcl beisetzen müssen, keiner der Kapitäne hielt cs aber bissetzt für nöthig, stehen zu bleiben. Man hielt es für besser, sichzwei Knoten weiter zu drängen, als bei einer Nbtrifft ober Stel-lung der Segel nach leewärts zu schlingern und zu stampfen.
Darin hatten Beide ohne Zweifel Recht, und fanden zuletztihre Schiffe weiter nach windwärts getrieben, als wenn sie sich be-mübt hätten, durch Beilegen ihre Stellung zu behaupten. Diegroße Schwierigkeit, mit welcher sie zu kämpfen hatten, indem sieein wenig abhiclten, bestand darin, daß die Wellen an Bord zukommen drohten; bis setzt war aber das Meer noch nicht in demGrade erregt, um darin eine große Gefahr zu sehen; auch warendie beiden Schooner, da sie keine eigentliche Fracht hatten, leichtund sckwimmkrästig, und hielten fick trocken. Wären die Wellen,wie sie jetzt anschwollen, einer vollen Ladung in den inneren Räu-men begegnet, so möckte cs wohl unklug gewesen sein, sie selbst die-ser entfernten Möglichkeit der Ueberschwemmung der Decke anszu-sctzen. Das Wasser kommt fast ohne Ausnahme an Bord kleinerSchiffe, wenn sie Wind und Wellen gegen sich haben; der Scharf-sinn der neuern Schiffbaukunst hat jedoch Schutzmittel erfunden,welche Kauffahrteischiffe in dieser Hinsicht unendlich behaglichermachen, als sie es zu der Zeit waren, von welcher wir sprechen.
Am Schluffe des dritten Tages glaubte Roswell Gardiner dieBreite des Cap Henry erreicht zu haben, und dreißig bis vierzigStunden vom Lande abzustehen. Es war viel leichter, sich des letz-tem als des erstem Umstandes zu vergewissern. Man konnte natür-