148
zu lösen, gehört zu haben, der Sache selbst aber haben wir unsdurch jahrelange Beobachtungen vergewissert.
Bei dem sogenannten „östlichen Wetter" sieht man die Gegen-stände mittelst einer Strahlenbrechung, welche bei einem klarenNordwest ganz unbekannt ist; die Kämme der Wellen strahlen einHelles Licht aus, welches viel bcmerklicher ist, als sonst, und inder Mitternachtsstuude sieht das Meer oft aus, wie an einem um-wötkten Tage.
Auch die Nerven sind der Gewalt der östlichen Winde unter-worfen, und es gibt viele Menschen, — wir gehören zu dieserZahl, — welche fühlen, daß der Wind aus Osten weht, obgleichsie das Zimmer nicht verlassen. Man hat allerdings dieser Eigen-thümlichkeiten schon erwähnt, wer aber hat sie je zu erklären ver-sucht? Auf der Küste von Amerika kommt die Kühlte von der aus-gehenden Sonne, während sie auf der von Europa vom Lande herbläst; wir haben aber in solchen Zeichen ihres Einflusses keinenUnterschied entdecken können, welcher aus dieser auffallenden Ver-schiedenheit hervorging.
Roswell Gardincr fand, als er am nächsten Morgen auf dasDeck kam, die Scene mächtig verändert. Der Sturm, welcher solange über der Meeresfläche brütete, war endlich erwacht und derWind blies ein wenig wild aus Südosten. Die Seile, von welcherdie Bö kam, hatte den Offizier der Wacht gezwungen, auf dem ^Backbordgang aufzuholen, das heißt die Nase des Schooners süd-westlich zu stellen, — ein Kurs, welchem man einige Tage folgenkonnte, wenn der Wind nicht zu schwer blies. Auf der andernSeite wäre man der Sandbänke nicht klar geworden, welche sich -auf eine große Strecke nach Osten hinzogen.
Hayard hatte seinen fliegenden Klüver eingerefft, und dem Fock-segel und Klüver ihre Bonetten abgenommen, um das Schiff vordem Einschlagen zu schützen. Auch hatte er sein Hauptsegel unddas Fockstengesegel einfach gerefft.