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Achtes Kapitel.
Wie lieb' ich dich, o Meer; du meine FreudeIm Iugendspiel schon, wenn dein Busen michForttrug wie Blasen; schon im FlügelkleidcScherzt' ich mit deiner Brandung: inniglichErfreut' sie mich, und wenn die Kühlte dichErschreckte, wogt in mir ein süßcö Sehnen,
Denn so wie sie dein Kind war. war's auch ich.Vertraut dir mußt' ich. nah wie fern, mich wähnen,Und legte dann, wie jetzt, die Hand auf deine Mähnen.
Lord Byron.
Die Mittagsstunde war bereits vorüber, als Noswell Gardinersein Schiff erreichte, nachdem er Mary sorgsam und mit mannhaf-ter Theilnahme an Allem, was sie betraf, nach Haus geleitet undzum letzten Mal Abschied von ihr genommen hatte. Wir werdenüber dieses Scheiden nur wenig sagen. Es war rührend und innig,und wurde sogar ein wenig feierlich, als Mary Pratt ihrem Ge-liebten eine Taschenausgabe der Bibel mit der Bitte überreichte,er mochte nicht vergessen, diese Blätter zu Rath zu ziehen. Zu-gleich setzte sie hinzu, sie habe alle jene Stellen sorgfältig bezeichnet,welche er lesen und über die er Nachdenken solle.
Das Buch wurde ganz in dem Geiste angenommen, in welchemes gegeben wurde, und sorgsam in eine kleine Kiste gelegt, welchegegen hundert Bände verschiedener Werke enthielt.
Mit der herannahcnden Stunde der Abreise machte sich dieUnruhe des Decans dem Befehlshaber seines Schooners stets be-merklicher. Mit jedem Augenblicke war er an des jungen See-mannes Seite und hatte bald eine ängstliche Bemerkung mitzuthei-len, bald eine Frage zu stellen, die von seinem bedrängten, ruhelo-sen Gemüthsznstande zeugte.
Es schien in der That, als hätte der alte Mann in den letztenAugenblicken den Muth nicht, von seinem Eigenthume zu scheidenoder es aus den Augen zu lassen. All dicß war Roswell Gardiner