diese Worte, oder vielmehr diese Gedanken in anderen Worten, under erklärte freudig, er könne jetzt mit leichtem Herzen in das Eis-meer eindringcn, da er wisse, er werde sie bei seiner Rückkehr freiund, wie er hoffe, ebenso geneigt finden, ihm mit Theilnahme cnt-gegcnznschauen, wie sie es jetzt sei.
Demungeachtct täuschte sich Gardincr nicht in Bezug ansMary's Absichten. Er kannte sie und ihre Grundsätze zu gut, umsich dem Glauben hinzugebcn, sie würde in ihren Entschlüssen jeschwanken. Trotz ihrer langen, vertrauten Bekanntschaft hatte sienie eine Schwäche verrathcn, welche erwarten ließ, sie werde je vonihrem hohen Pflichtgefühle weichen; und da die Zeit ihr Nrtheilüber die Natur dieser Pflichten kräftigte, schien sie sich denselbenstets unbedingter hinzugebcn.
Wäre in der Art, wie Mary die Gefühle, welche sie beherrsch-ten, zu erkennen gab, etwas Starres oder Zurückstoßcndes gewesen,so würde ein Mann von Noswcll Gardiner's Charakter ihren Ein-fluß ohne Zweifel abgcschüttelt haben, dieß war jedoch bei weitemnicht der Fall, und sie traf ihn nie und schied nie von ihm, ohneihn ihre innige Theilnahme an seiner Wohlfahrt und bei Gelegen-heit ihre ganze weibliche Zärtlichkeit fühlen zu lassen. Er wußte,daß sie täglich ebenso inbrünstig für ihn, wie für sich selbst betete,und gerade dieß, hoffte er, würde dazu beitragen, während seinerAbwesenheit ihre Theilnahme an ihm lebendig zu erhalten. Indieser Hinsicht zeigte sich unser junge Mann, als einen nicht gewöhn-lichen Kenner des menschlichen Herzens, denn wahrscheinlich nährtnichts einen Einfluß dieser Art in so hohem Grade, wie die Neber-zeuguug, daß das Glück und die Wohlfahrt des geliebten Gegen-standes von uns selbst abhängt.