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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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daß der Decan dem Schiffe seinen letzten Besuch in dem rückkchren-dcn Boote seines Kapitäns abstattcn sollte, während Roswell Gar-diner Mary in dem Wallfischboote, welches sie und ihren Oheimhinübcrgcbracht hatte, nach Oyster-Pond begleitete.

Da der Köder-Joseph, wie gewöhnlich, das Ruder geführthatte, galt cs, ihn loszuwcrdcu, denn der junge Seemann wünschtemit Mary allein zu sein. Das Boot hatte zwei Eversegel, und derWind wehte leicht und stetig ans Sndwestcn, so daß den WünschenNoswell Gardiner s nichts entgegen stand.

Der junge Seemann stieß von dem Werste zu Sag-Hafen etwazehn Minuten später ab, als der Decan sein Boot betreten hatte,um den Schooner zu besuchen. Da der Wind so leicht und günstigwar, hatte er bald seine Schoten herein, und das Boot gleitetemit lässiger Eile entlang, so daß er seine ganze Aufmerksamkeitseiner reizenden Gefährtin zuwenden konnte.

Noswell Gardincr hatte diese Gelegenheit gesucht, um Marysei» Herz noch einmal zu erschließen, und zum letzten Male vor ei-ner so langen Abwesenheit seine Bewerbung geltend machen zukönnen. Er that dies in einer mannhaften, offenen Weise, welcheseiner lieblichen Gefährtin, deren Neigung einige Augenblicke denSieg über ihre grundsätzlich gefaßten Entschlüsse davon zu tragenschien, nichts weniger als unangenehm war. Ihr Verehrer drangin der That so ungestüm in sie, siR vor seiner Abreise feierlich mitihm zu verloben, daß eine sanfte Täuschung das Herz des liebe-vollen Mädchens beschlich, und sie halb geneigt war, ihren früher»Entschluß für hart und unbillig zu halten. Allein der Kopf einesWesens, das so edlen Grundsätzen lebte, und ihre Pflichten so klarerkannte, konnte nicht lange von dem Herzen getäuscht werden, undsie gewann die Selbstbeherrschung wieder, welche sie bisher in allenKämpfen dieser Art bewahrt hatte.

Vielleicht war' cs besser gewesen, Noswell," sagte sie,wennich in dem Hafen von Euch Abschied genommen und so die Gefahr