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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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jetzt noch im Dunkeln gelassen hatte. Gardiner wußte, daß der !Schooncr auf Robben, Seelöwen, Sce-Elephanten und alle Thiereaus dem Phoca-Geschlecht Jagd machen sollte; aber von den Mit-theilungen Daggett's, oder den eigentlichen Beweggründen, welcheden Dccan veranlaßt hatten, in seinem Streben nach Gewinn soweit aus seinem gewöhnlichen Kreise zu schreiten, wußte er nichts.

Wir wiederholen es, cs war ein Glück für den Decan, daßer so vorsichtig gewesen; denn Watson war nichts weniger als ge-willt, sich in Oyster-Pond einznschiffen, da er sich bereits als zweiter jMaat des nebcnbnhlerischen Scclöwen hatte einschreiben lassen, !dessen Ausrüstung mit dem größten Eifer betrieben wurde, um mitdem Schiffe zu wetteifern, welches noch so ruhig und sorglos andes Decans Werft lag.

Mit einem Worte, Watson war ein Spion, welchen die Vine-yarder herübergcschickt hatten, um die Absichten des Eigenthümersdes SchoonerS nach Kräften zu erforschen, sich in Gardincr's Ver-trauen cinzuschlcichcn, und von Zeit zu Zeit über den Stand derDinge Bericht zu erstatten, damit die East-Euder seinem wahrenSchiffsherrn den Vorsprung nicht abgewinnen möchten.

Die Amerikaner pflegen sich stets zu rühmen, es gebe keineSpione in ihrem Lande. In der herkömmlichen Bedeutung diesesWortes mag dicß richtig sein, in anderen Beziehungen aber ist esnicht wahr. Vielleicht gibt es kein spionenreichercs Land in derganzen Christenheit, wenn man darunter das Erspähen der Ange-legenheiten Anderer versteht. Bei den Handelsleuten besteht einausgedehntes, allbekanntes Spionirsystem, und fast Jeder, der mitder Presse in Verbindung steht, dient als eine Art Spion in denInteressen der Politik, Viele auch im Interesse anderer Art. DerLeser darf daher nicht auf Eindrücke, welche sich auf allgemeine,selten stichhaltige Behauptungen gründen, bauen, und die Wahr-heit von Schilderungen, welche mit dagnerreotypischer Treue ge-