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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Philipp Hayard, der von Roswell Gardiner erwähnte Maat,hatte Befehl, keine Zeit zn verlieren, und bald begannen Matrosen,welche für die Reise angeworben worden, über den Sund zn kom-men und sich an Bord des Sckwoners zu melden. Das Schiff selbsthatte schon Alles, was es nöthig hatte, in seinen innern Raum bei-gestaut, und der Decan begann mit Ungeduld der Erscheinung eini-ger besonders tüchtiger Seeleute entgegenzusehen, welche der Maatsuchte, und deren Habhastwerdung Kapitän Gardiner sich nach-drücklich ausbedungcn hatte.

Der würdige Schiffseigenthümer hatte keine Ahnung davon,daß die Leute auf Vincyard mit denselben Männern unterhandeltenund sie sür sich zn gewinnen suchten, um einen zweiten Seelöwenauszurüsten, womit sie nun bereits mehrere Wochen beschäftigtwaren. Sie hatten dieses Schiff zu Ncn-Bedford gekauft, um dieunvollständigen Nachrichten, welche sie durch die Kapitäne der Briggund der Schluppe erhalten, rasch zu benützen. Die Gleichheit desNamens war zufällig, oder wurde, um uns richtiger anszudrückcn,ganz natürlich durch den gleichen Zweck der Unternehmung herbei-gcführt; nachdem sie aber einmal da war, hatte sie den VineyarderEigenthümern den Gedanken an die Hand gegeben, aus der mög-lichen Verwechslung der beiden Schiffe alle möglichen Vortheile zuziehen. In wie weit ihnen dieser Plan gelang, wird sich aus demVerlauf unserer Erzählung ergeben.

Einige Tage waren vergangen, als Hayard einen Mann Na-mens Watson, welcher den Ruf eines ausgezeichneten Robbensängershatte, von Stonington herübcrschickte. Diese Erwerbung wurdehoch angeschlagen, und während der Abwesenheit der beiden Maate,welche sich nach Matrosen umthaten, berieth sich Roswell Gardiner,der zum ersten Male ein Scbiff befehligte, freimüthig mit diesemerfahrenen, geschickten Secmanne.

Es war ein Glück für die Pläne des Decans, daß er seinenjungen Kapitän in Bezug aus seine zwei großen Geheimnisse bis