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„Ich hoffe, mein Oheim ist nie auf Oyfter-Pond lästig ge-fallen?" sagte der Neffe forschend.
„Ich könnte dieß nicht sagen," erwiederte der Decan. „SeinePflege kostete anfangs wenig und er half sich, indem er Einigesvon seiner Habe verkaufte. Da ihn die Vorsehung in die Behau-sung einer armen Wittwe geführt hatte, dachte ich, es würde seinenVerwandten — und jeder Mensch hat, denke ick, einen oder denandern Verwandten — Freude machen, wenn ich mit ihr abrech-nete. Dieß that ich diesen Morgen und ließ mir die Auslagen be-scheinigen, wie Ihr hier sehen könnt."
Bei diesen Worten überreichte er dem Fremden das Papier.
„Ich habe," fuhr dann der Decan fort, „als eine Art Sicher-heit für die Vorlage, die Kiste des Verstorbenen in dieses Hausbringen lassen, und sie steht im obern Stocke zur Eröffnung bereit.Sie wiegt nicht schwer, und ich glaube nicht, daß viel Gold undSilber darin zu finden ist."
Der Mann von der Vineyard-Jnsel sah, wenn wir die Wahr-heit sagen sollen, ein wenig enttäuscht aus. Es war natürlich, daßein Mann, welcher gegen fünfzig Jahre abwesend gewesen, mit denFrüchten seiner Arbeit zurückkehrte, so daß der Fremde für dieMühe, welche er sich gegeben, wenigstens einige Entschädigung zuerhalten hoffte.
Dieß war jedoch nicht der eigentliche Zweck seines Besuches,wie es sich später Herausstellen wird. Seinen wirklichen Beweg-grund im Auge behaltend, setzte der Neffe seine Nachforschungenfort, indem er seine Fragen stets zu umschreiben suchte, währenddie Antworten eben so ausweichend und vorsichtig ausfielen, wie esdie Fragen waren.
All dieß war ganz in dem Charakter des schlauen Volkes, demBeide entstammten, und bei welchen nie ein Geschäft verhandeltwird, ohne daß beide Theile ihre Ausdrücke scharf in das Augefassen und aus jede Wendung argwöhnisch achten.