seitigen, und er neigte höflich sein Haupt, als wollte er dem Frem-den sagen, er sei trotz seines Namens und Geburtsortes willkom-men. Wie man sich denken kann, gewahrte Niemand, welche Ge-danken den Decan quälten, und nach einer sehr kurzen Pause fuhrder Gast fort, den. Zweck seines Besuches näher darznlegen.
„Die Daggett sind auf Vineyard sehr zahlreich," sagte derFremde, „und wenn man einen derselben nennt, ist es nicht immerleicht zu sagen, welcher Familie er augehört. Einer unserer Küsten-fahrer lies vor einigen Wochen in die Gull (Holmes' Hole wardamit gemeint) ein und erzählte, er habe vor New-Haven einelandeinwärts gehende Brigg gesprochen und von ihr erfahren, dieMannschaft dieses Schiffes habe zu Oyster-Pond einen Seemann,welcher von Vineyard stamme, Daggett heiße und nach einer Ab-wesenheit von fünfzig Jahren nach Haus zurückkehren wolle, andas Land gesetzt. Diese Nachricht machte die Runde auf der Inselund brachte unter den Daggett eine große Aufregung hervor. EineMenge Leute von Martha's Vineyard streifen in der Welt umher,und zuweilen erreicht Einer eben die Insel noch zeitig genug, umda zu sterben. Da die meisten von ihren Reisen irgend etwas mit-zubringen pflegen, gilt cs gewöhnlich für ein gutes Zeichen, wennmau von ihrer Ankunft hört. Nach langem Umfragen und vielfa-chem Besprechen mit all den alten Leuten kam man zu dem Schluffe,dieser Thomas Daggett müsse einer von meinen Vatersbrüdern sein,welcher vor etwa fünfzig Jahren zur See ging, und von dem mauseit dieser Zeit nie wieder Etwas gehört hat. Er ist der Einzigedieses Namens, von dem mau nichts Genaueres weiß, und die Fa-milie hat mich ersucht, herüberzuschiffen und ihn aufzusuchen."
„Es thut mir leid, Herr Daggett, daß Ihr so spät kommt,"antwortete der Decan langsam, als theile er ungern eine Traucr-kunde mit. „Wäret Ihr in der letzten Woche gekommen, so hättetIhr Euern Verwandten sehen und sprechen können, ja, wäret Ihrnur diesen Morgen eingetroffen, so hättet Ihr seinem Leichenbe-