Druckschrift 
29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

29

So standen die Dinge, als der Decan, wie in dem ersten Ka-pitel berichtet, von dem Bethaus zurückkehrte. Der Bitte seinerNichte, in den Hafen nach Doktor Sage zu schicken, hatte er nichtallein der Kosten, sondern eines viel triftigeren Grundes wegen keingünstiges Gehör geschenkt. Die Wahrheit zu sagen, er war nichtsweniger als geneigt, irgend Jemanden in Verkehr mit Daggctt tre-ten zu lassen, welcher ihm Dinge mitgethcilt hatte, die ihm von dergrößten Wichtigkeit schienen, obgleich er stets noch den Schlüssel zudem wesentlichen Geheimnisse für sich behielt.

Dennoch mahnte ihn die Schicklichkeit, um nicht zu sagen derEinfluß der öffentlichen Meinung, dieses großen Hebels der ganzenGesellschaft puritanischer Abstammung, in den Vorschlag seiner Nichtezu willigen.

Es ist ein so weiter Weg nach dem Hafen, Mary," warf derOheim nach einer längern Pause ein.

Boote gehen oft dahin ab, und in wenigen Stunden sind siezurück."

»Ja, ja Boote, ich weiß aber nicht, ob es erlaubt ist, aneinem Sabbath das Ruder zu brauchen, Kind."

Ich glaube, cs ist erlaubt, an dem Tage des Herrn Gutes zuthun."

Ja, wenn man gewiß wüßte, daß man dem Kranken damitetwas Gutes thut. Sage ist ohne Zweifel ein trefflicher Doktor,so gut wie irgend Einer, der in dieser Gegend lebt, fast immeraber ist das Geld, welches man für Doktorgebrau ausgibt, weg-geworfen."

Dennoch ist es, glaubeich, unsere Pflicht, einem Mitmen-schen in seiner Noch Hilfe zu reichen, und Daggett wird, fürchteich, diese Woche nicht überleben, wenn er ja den nächsten Tagerlebt."

Es würde mir leid thun, wenn er sterben sollte!" ries derDecan, und man sah es ihm an, daß ihn diese Nachricht wirklich