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bekümmerte. — „Wahrhaft leid würd' es mir thun, wenn er —geradejctzt sterbe» sollte!"
Die Worte „gerade jetzt" kamen ohne Vorbedacht und in einerWeise heraus, welche die Nichte bedauern ließ, daß sie überbauptlaut geworden waren. Sie waren jedoch heraus, und dcr.Decansah, daß er zu offenherzig gewesen. Das Versehen war nicht mehrgut zu machen, und er mußte es hingestellt sein lassen, welchen SinnMary seinen Worten unterlegte.
„Er wird wohl sterben, sürcht' ich, Oheim," crwiederte Marynach einer kurzen Pause, — „und es würde mir leid sein, wenner hinüberginge, ohne daß wir uns sagen dürften, wir hätten Allesgethan, was in unserer Macht steht, ihn zu retten oder seine letztenStunden zu erleichtern."
„Es ist soweit hinüber in den Hafen, daß ein Bote wahrschein-lich nicht viel Nutzen schafft, und dann wäre das Geld auch fürdiesen weggeworsen."
„Ich bin überzeugt, NoSwell Garnier würde gerne gehen, umeinem Mitmenschen in seiner Noch Hilfe zu bringen. Er würdenicht daran denke», sich dafür bezahlen zu lassen."
„Ja, das ist wahr. Ich muß es Gar'ncr nachsagen, er ist, wennes irgend etwas zu thun gibt, ein so billiger junger Mann, wie ichnur einen kenne; ich beschäftige ihn gern."
Mary verstand dieß sehr gut. Es sollte damit nicht mehr undnicht weniger gesagt sein, als daß der Decan ganz gut wisse, derjunge Mann habe ihm bei hundert Gelegenheiten seine Zeit undMühe unentgeldlich gewidmet, und zwar mehr als einmal un-ter Umständen, wo er das volle Recht hatte, einer Belohnungentgegenzusehen.
Eine leichte Rothe überflog das Antlitz der Nichte, als sie sichdiese verschiedenen Gelegenheiten in das Gedächtniß zurückries.Glühte diese Wange so rasch auf, weil sie die große Schwäche dessenbemerkte, der Vaterstelle bei ihr vertrat und dem sie die Liebe eines