Freien umher. Auf einem dieser Spaziergänge begegnete er demDecan, welcher, so seltsam, ja, so unerklärlich es auch der Nichteschien, bald eine Art Freundschaft, um nicht zu sagen innige Theil-nahme für den Fremdling bethätigte.
Vor Allem war der Decan ein wenig eigen darin, daß er mitden Dürftigen nicht in ein näheres Verhältniß trat, und die WittweWhite ließ cs bald laut werden, ihr Miethsmann habe auch nichteinen „rothcn Cent". Er hatte jedoch mancherlei, das bei See-leuten einigen Werth haben mochte, und Roswell Gardiner, oderGar'ner, wie man ihn nannte, ein junger Seemann pur excellsneoauf der „Spitze", welcher nicht nur ein Wallfischsänger, sondernauch ein Seefahrer gewesen war, und jetzt in dem Schooncr desDecans als Schiffspatron diente, war um Rath und Beistand an-gegangen worden. Mit Beihilfe des Herrn GarAer, wie der jungeMaat damals gewöhnlich genannt wurde, waren mehrfache Anker-haken, Bestecke von Segeluadeln und verschiedene andere ähnlicheGegenstände, welche Daggett augenscheinlich nicht mehr von Nutzensein konnten, in den „Hafen" hinüber geschickt und bei den See-leuten des Platzes vortheilhaft angebracht worden. Auf diese Weisewar der Fremdling für einige Wochen in den Stand gesetzt, seineMicthe zu bezahlen, denn Wohnung und Kost waren ärmlich undwohlfeil.
Dieser Verkehr mit Gardincr hatte etwas Besseres in seinemGefolge, als daß er der augenblicklichen Noth des abgelebten See-mannes abhals. Zwischen Mary Pratt und Roswell Gardiner be-stand ein inniges Verhältniß, welches in Betracht ihres Alters einlängeres und, hinsichtlich mancher Umstände, aus welche wir späterGelegenheit nehmen werden hinzudeuten, eigenthümliches genanntwerden konnte.
Mary war der Inbegriff aller Mildthätigkeit in dem schönste»und ausgedehntesten Sinne dieses Wortes, und Gardiner wußtedicß. Als daher Dagget Entbehrungen bloßgestellt war, welchen