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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Die Auskunft, welche der Seemann von sich gab, war hin-reichend deutlich. Er war auf Martha's Vineyard geboren, hatteaber, wie die Knaben dieser Insel in der Regel thun, in seinemzwölften Jahre die Heimath verlassen, und war nun über fünfzigJahre von seinem Geburtsorte fern gewesen. Da er fühlte, daßseine Kräfte mehr und mehr schwanden, und seine Tage gezähltwaren, hegte er den Wunsch, seine Angen da zu schließen, wo er siezuerst dem Lichte des Tages geöffnet hatte.

Tom Daggett, wie sich dieser Seemann nannte, hatte den Be-fehlshaber des erwähnten Schiffes überredet, ihn von den westindi-schen Inseln mitzunehmen und an dem genannten Orte auszusetzen,da Vineyard nur etwa hundert Meilen östlich von der Oyster-Pond-Spitze liegt. Er hoffte, hier eine Gelegenheit zu finden, dieseletzten hundert Meilen zurückzulegen.

Daggett war, wie er zugab, arm, ohne Freunde, ohne Bekannte.Dennoch hatte er eine gewichtige Seekiste bei sich, wie die Matrosenjener Zeit sie auf Kauffahrern gewöhnlich hatten, während sie aufKriegsschiffen genöthigt waren, ihre Kleider in Bündel zu schnüren,um sie bequemer beistauen zu können.

Daggett's Kiste war jedoch ein regelmäßiges Geräthe des Vor-dercastels, und hatte, ihrem Aussehen nach, fast eben so viele Reisengemacht, wie ihr Eigenthümer. Dieser berichtete, er sei so glücklichgewesen, sie aus nicht weniger als drei Schiffbrüchen zu retten. Eswar eine ziemlich schwere Kiste, obgleich ihr Inhalt, als sie geöffnetwurde, eben nicht sehr werthvoll zu sein schien.

Einige Stunden nach seiner Ankunft schloß der Mann mit einerWittwe von mittleren Jahren, welche in sehr dürftigen Umständenwar, und ganz in der Nähe des Pratt'schen Hauses wohnte, einenVertrag ab, in Folge dessen er als zeitlicher Miethsmann eintrat,bis sich eine Gelegenheit fand, umnach Vineyard hinüber zukommen".

Daggett hielt sich anfangs wacker, und bewegte sich viel im