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Normännische Kriegslist.
IV.
(Zu S. 322.)
Ucker die Rückkehr des Fürsten Boemund aus Syriennach Italien im Sarge.
Die griechischen Geschichtschreiber erzählen cinmüthig dievon uns angegebene List des Fürsten Boemund: Zonaras,k. II. S. zog; Glycas, welcher indeß, da er nur die Er-zählung des Zonaras abgeschricben, nicht eigentlich alsZeuge gelten kann, S. 334; Anna Comnena, Vlex. B. XI.S. 341. 342. Da die Abendländischen Geschichtschreiberihrer nicht erwähnen, so könnte ein Unkundiger leicht sichentschließen, keck diese Erzählung für ein Mährchen oder für:eine Erdichtung zu erklären, in welcher nur die Furcht derGriechen sich abspiegele. Aber: i) in der Sache selbst istnichts unglaubliches, man möchte denn, wogegen wir nichtseinwenden würden, den todten Hahn der Anna Comnenafür einen lügnerischen Zusatz entweder des Gerüchtes oderByzantinischer Witzlinge halten wollen; Boemund, der inerklärter feindlicher Absicht gegen den Kaiser Alexius/ miteinem einzigen Schiffe Syrien verließ, bedurfte der größtenVorsicht. 2) Das Stillschweigen der Abendländischen Ge-schichtschreiber von den Kreuzzügen kann der Glaubwürdig-keit dieser Erzählung nicht nachtheilig seyn, weil überhauptihre Nachrichten über die Rückkehr Boemund's sehr unvoll-ständig sind. 3) Dieselbe List wurde im Mittelalter, beson-ders von Normännischen Fürsten und Rittern, mehr alsEinmal zur Hinrergehung der Feinde angewandt. Derfleißige Du Lange hat schon in einer Anmerkung zu der an-geführten Stelle der Anna Comnena auf die nachfolgenden