Normannische Kriegslist. r;
Beyspiele aufmerksam gemacht. Der Nvrmann Hasting ver-schaffte (im I. 887 .) den Einlaß in die Stadt Rheims,welche von den Einwohnern auf das hartnäckigste gegen seineFlotte verthcidigt wurde, sich dadurch, daß er dem Bischofsund dem Grafen der Stadt melden ließ, er fühle die Naheseines Todes und erbitte sich flehentlich von ihnen vor sei-nem Hinscheiden den Unterricht im Christenthum und dieAufnahme in die Gemeinschaft der Christen. Beyde, inihrer Freude über die Bekehrung des gefürchteten Seeräu-bers den verborgenen Betrug nicht ahnend, öffneten denNormannen ihre Stadt. (Mnttl/kiki "VVesiwon. k'Ioresickstoi isi'. nU Ii kl.) Robert Guischard, der Vater Boemund's,setzte sich in den Besitz eines festen Klosters auf einem Bergein Calabrien durch folgende Kriegslist: Einer seiner Ritterwurde als todt auf eine Bahre gelegt und sein Gesicht, nachNormännischem Gebrauche, mit Wachstuch bedeckt i);unter seinem Rücken wurden Schwerter verborgen. Sowurde die Scheinleiche, von Unbewaffneten geleitet, vor dasThor des Klosters gebracht und die Erlaubniß, den Leichnamin der geweihten Erde des Klostcrkirchhofs zu bestatten, beyden Mönchen nachgesucht, welche ohne Schwierigkeit bewil-ligt wurde. Als die Beerdigung geschehen sollte, richtetesich der Scheintodte plötzlich auf, seine Begleiter bemächtig-tem sich der unter seinem Rücken verborgenen Schwerter, dieBauern des Klosters konnten sich nicht schnell genug bewaff-nen, um Widerstand zu leisten, und die Mönche mußten sichunterwerfen. (Onilielrni koema cku rek. 2^01'IU.
Ickd. II. 261.) Dieselbe List wurde von dem Fürsten
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