Verlust von Edessa.
7 ;;
Türken gefangen oder erschlagen. Selbst von denjenigen,welche aus Edessa entkommen waren, retteten sich wenigevom Untergang. Denn Nurcddin verfolgte sie so heftig,daß die lateinischen Fußknechte und die Edessener genöthigtwurden, in ein verfallenes Schloß, Kaukabah oder derStern genannt, zu fliehen. Die Ritter, welche den Wegzum Euphrat fortsetzten, fielen meistens durch die Geschosseder Türken. Viele edle Ritter gewannen damals die Mar-terkrone; am meisten wurde der Tod des wackern Balduinvon Marasch beklagt. Wenige retteten sich zerstreuet, nachWegwcrfung ihres Gepäcks, durch schimpfliche und verborgeneFlucht. Selbst der GrafJoscelin kam einsam und verlassenals Flüchtling nach Samosata
Mehr als dreyßig tausend Christen waren an diesemschrecklichen Tage der Wiedcreinnahme von Edessa durch Nu-reddin und bey der ersten Erstürmung durch Zenki erschlagenworden. So mild aber Fenki die Einwohner behandelt hatte,so grausam bestrafte sie Nureddin für ihre Untreue. Mehrals sechszehn Tausend wurden gefesselt unter chatten Miß-handlungen in ferne Gegenden hinweggeführt. Der griechi-sche Bischof Basilius war unter den wenigen, welche durchdie Flucht entkamen- der armenische Bischof wurde gefan-gen und Heilte das schreckliche Loos der übrigen gefangenenMitchristen. Zur abschreckenden Warnung gegen ähnlicheUntreue zerstörte Nureddin die Stadt und Burg von Edessa,und gestattete nur wenigem armen Volke den Aufenthalt in
22 ) „6omes, virae voirsn« XVI. rb. „Der verruchte Ioscelkn
lens, iraitttro Lulrsre, in Lainosi- entkam nach Samvsata." Lxr.tLm se reeexit." 'I'xr. 6. 6. <O.