Druckschrift 
2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
725
Einzelbild herunterladen
 

Verlust von Edessa. 72;

Thcil auf zwey Bergen, zum Theil in dem von diesen eilige-schlossencn Thale, durch gewaltige Mauern und Thürme undzwei) unbezwingliche Schlösser innerhalb der Stadt geschützt,jeder Gewalt Trotz bieten zu können schien

Nach der Eroberung der Stadt betrug sich Zcnki alsgroßmüthiger Sieger. . Da Edessa im Sturm genommenwar, so konnte er nicht sogleich die Wuth seiner Kriegerbändigen, welche jeden Christen, den sie antrafcn, ohneUnterschied des Alters und Geschlechts erwürgten; aber erlinderte die Noth des armen christlichen Volks so viel er ver-mochte. Die Beute, welche die Türken gewannen, war

8)Lrat aulein civitas inuro cir-cuinäata soiicio et riirrium exael-

2 -xr. XVI. 4. Man sieht leicht.Laß der Text dieser Stelle durchausverderbt ist, und die Einschaltung vonxraesiäio nach oxoeisariiln und su-xcrioro nach xrrte, welche Bon-gar s wagt, Hilst dem Fehler nichtab: es fehlen ohne Zweifel nach ex-«oisariiin, so wie nach xarre vieleWorte, in welchen Wilhelm vonTorus wahrscheinlich von zwey Bur-gen der Stadt Edessa redete, vonwelchen die eine auf dem Gipfeleines Berges, die andere im Thalerbauet war. Daß diese Vcrmuthungrichtig, beweisen die Worte imfolgenden Kapitel <XVl. A.) -inxraosiäia, gimc in iirdo c-so äixi-MUS." Vgl. unten Anm. >8- (Einealte italienische Ucbersctzung der Ge-schichte deS Wilhelm von To-

rus (sta Siusexxe Iloroloxg!, inVoiictia iLör. 4 .) übersetzt ohneZweifel nach einer unrichtigen Ver-muthung jene verdorbene Stelle:Lra Lstissa ciuta sti nun kortissi-m-t inur-ixiia, con io torri aitissi-ino e sorti, ai iuogiii convciievolivon nim lioooL ciaiiL x-irte xiinLira, stove ri SLiodbcro xotnti 10-rir.are i eitlaäini ess. i soistati,guancio lusso ioro stata toita laxartc cia liasso.") Neuere Reisendesahen zwar nur Ein Castell in Edessa(Pococke Beschreib, des Morgen!.Th. II. S. W. O l ioier S.542):da aber Abulfeda erzählt, daß zuseiner Zeit Edessa wüste gelegenhabe, so ist cs sehr wahrscheinlich,daß das untere Castell damals zer-stört und nicht wieder gcbauet wur-de. Taii. IVIosopotainilio in Bü-schin gs Magazin für die neueHtstor. und Eeogr. Th. iv. S. pgy.(S eil ult eil s Inst, geogr.Loiiach. vit. SalLÜiui v. Liiossa.)

I. Cbr» 44 -