724 Geschichte der Kreuzzüge. Buch.II. Kap. XXXV.
2. Chr.sie möchten zwey Männer aus der Stadt senden, um dieGruben zu betrachten, durch welche er zu jeder Zeit nachseiner Willkühr die Mauer einstürzen lassen könne, und zweyMänner von den Seinigen als Geisel für die Sicherheit derbeyden christlichen Männer empfangen *).
Als Joscelin die Noch von Edessa vernahm, da er-mannte er sich zwar, sammelte alle streitbaren Männer undsuchte bey dem Fürsten Raimund und der Königin MclisendeHülfe. Der Fürst Raimund aber, in unchristlicher Schaden-freude über seines Feindes Noch, verweigerte ihm untererdichtetem Vorwände seinen Beystand °), und che dieTruppen, welche die Königin von Jerusalem unter dem Con-netable Manasse, Philipp von Neapolis und Elinand vonLiberias unvcrwcilt aussandte, nach Edessa kamen, hatte'Z^Dec. Zenki am acht und zwanzigsten Tage der Belagerung dieDsthu- Mauer einstürzen lassen und war mit seinen Kriegern durch"sichä?a die Oeffnung in die Stadt eingedrungen ^). So hatteZenki über dieselben Walkbrüder, welche unter Gottfried,den Balduinen, Boemund und Tankrcd in geringer ZahlHunderttausende der Heiden belagerten oder im offenen Feldedurch Vertrauen auf Gott und den Erlöser muthig ihnen wi-derstanden und die festesten Städte und Burgen brachen, ohnegroße Anstrengung eine der festesten Städte des Morgenlan-des erobert, welche in einer festen natürlichen Lage zum
L) cNrron. 8/r. a. a. O.
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liciid aclversitaridns, HON nnrlrnm»rrenaens, c^nairrnm commnnidusrlebear rrliiiraribns, er per-
sonale ociiirm in pndlioam non ris-inu reannäLre laesionem, vera-io-
nes colüxir, Luin xcriruin älllerrsndsiäinm minisrrare."
7) So die arabischen Geschicht-schreiber. Nach Abulfaradsch inder s»r. Chron. vom 28. Novembeei>44. bis zum 3. Jan. 114z.
») S. Bevlage X.