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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
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7oo Geschichte der Kre»zzüge. Bu chII. Kap. XXXIII.

I. ebe. ten und Banden, weil sie die Nechtmäßigkeit seiner Wahl

nZy.

zum Patriarchen in Anspruch genommen hatten. Zu dieserunverständigen Verfolgung ward der Patriarch zum Thcildurch das Dewußtseyn der Unrcchtmäßigkcit seiner kirchlichenGewalt und die ängstliche Furcht vor geheimen Plänen seinerGegner verleitet. Am heftigsten siel sein Grimm auf denErzdiaconns Lambert, einen gelehrten, der weltlichen Dingewenig kundigen und bis zu dieser Zeit als sehr bescheiden ge-achteten Mann, und den Stifkshcrrn Arnulph. Auch dieserwar aus einer angesehenen Familie in Calabricn entsprossen,übrigens auch in der Welt erfahren und nicht ungelehrt; erward hernach noch auf den erzbischöflichen Stuhl von Con-sentia in Calabricn erhoben. Bcyde beschuldigte der Pa-triarch mörderischer Anschläge wider sein Leben und ließ sie,ohne mit irgend einem Beweise diese Anschuldigung unter-stützen zu können, auf einer Burg gefesselt in eine mit Kalkzum Thcil gefüllte Grube werfen und darin lange Zeit gefan-gen hatten. Also betrug sich der Patriarch Radulph, wieder Erzbischof Wilhelm von Tyrus bemerkt, nicht als Nach-folger des heiligen Petrus und Ignatius, sondern als Nach-folger des Tyrannen Antivchus

Wenn aber auch die Pläne des übermüthigen Patriar-chen als der festgesetzten Ordnung der Kirche gefährlich undseine ungerechte Härte gegen jene beyden Stiftsherren strengeAhndung verdienten, so war gleichwohl die Art, wie er ge-stürzt wurde, empörend. Die beyden Stiftsherren begnüg-ten sich nicht damit, den Bischof von Rom als den höhcrnRichtcv wider die Tyrannei) ihres Obern anzurufen und nachRom zu reisen, sondern sie vermochten auch den FürstenRaimund, daß er den Patriarchen mit Gewalt nöthigte, ih-

«) wnn. 1>I. XlV. 10. Lgl. XV. 17.