696 Geschichte der K reuzzügc. BuchII. Kap.XXXIII.
dem Papste Jnnoccnz dem Andern so treulich ergeben, daßer während des Schismas, da der Bischof Gerhard von An-goulcme, der hitzigste Anhänger des falschen Papstes Anaklc-tns und dessen Legat, alle Anhänger Jnnoccnz des Andernwüthcud verfolgte, lieber seine Pfründe an dem MünsterCella in seiner Vaterstadt Angouleme verließ und nach Jeru-salem pilgerte, als von dem Papste ablicß, welchen er alsden rechtmäßigen Nachfolger Christi anerkannte. Zu Jeru-salem wurde Fulchcr unter die regulirten Stiftsherrcn desheiligen Grabes ausgenommen. Bey einer solchen Sinnes-art ließ er sich durch keine Drohungen, Eewaltthätigkeitcnund Nachstellungen des Patriarchen und seiner Freunde undAnhänger von der Erfüllung dessen abhalten, was er fürRecht und Pflicht hielt, er entwich heimlich aus Syrien,eilte nach Rom und empfing sein erzbischöfliches Pallium2 m D-c. aus den Händen Jnnocenz des Andern. Solcher Gehorsamblieb von dem apostolischen Bischof nicht »»belohnt; Jnno-ccnz erließ unverzüglich ein Schreiben an den Patriarchenvon Jerusalem worin er ihm seine Widersetzlichkeit gegendie rechtmäßige von Christo im Evangelium eingesetzte Ge-walt des römischen Stuhls als höchst strafwürdig vorhiclt,und ihn an die Dankbarkeit erinnerte, welche die Kirche vonJerusalem der römischen als ihrer Defreycrin aus Sclavereyund Elend schuldig sey; dann den Patriarchen ermahnte,nicht nur aller Verfolgung des zurückkehrenden ErzbischofsFulchcr und seiner Untergebenen sich zu enthalten, sondern
6 ) „Var. Italer. XVI. x-cl. Irn.Be>> Wilhelm von Tprus xiv. 11.Die Jahrzahl wird hier nicht be-merkt. Da aber dieses erst nach demTode des GegenpapsteS Anakletus
geschehen se»n soll, so gehört dieserBrief wahrscheinlich in daS Jahr11Z8, in dessen Januar Anakletusstarb. Laroic. Lnnal. eccl. ast
N. a.
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