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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
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König Fulco. 69;

gegen seine Wahl abzustehen, und er schien in seiner Würdeund Gewalt sattsam befestigt.

Solchem gewagten Unternehmen war das Schisma sehrgünstig, welches nach dem Tode des Papstes Honorius desAndern durch eine zwiespältige Papstwahl veranlaßt, da-mals die katholische Kirche entzweyte. Denn einige Cardi-iiäle hatten den Cardinal-Diaconus von St. Angelo Gregorrius, andere den Cardinalpresbyter von unsrer lieben Frauenjenseits der Tiber, Peter Leonis, gewählt; und beydePäpste, ersterer als Jnnocenz der andere, der letztere unterdem Namen Anaklet, behaupteten wider einander den StuhlPetri, sich gegenseitig mit Bannflüchen verfolgend; undauch ihre Parteyen stritten wider einander mit solcher Hef-tigkeit, daß nicht nur die Kirche der Stadt Rom, sonderndie ganze katholische Christenheit dnrch solchen Streit geär-gert und verwirrt wurde; bis endlich nach vielen Gefahrenund Leiden Jnnocenz der Andre durch den Tod seines Geg-ners zum ruhigen Besitze des apostolischen Stuhls gelangte.

Der Patriarch Wilhelm von Jerusalem, durch Eifer-V-rwch-sucht über das scheinbare Glück des Patriarchen Radulph iliyHädessolchem tollkühnen Unternehmen verleitet, um nicht als^erum"

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Patriarch der heiligsten Stadt und Oberpriester am Grabe Ami-des Erlösers dem antiochischen Patriarchen nachzustehen,strebte nach gleicher Unabhängigkeit von dem Stuhle des heil.Petrus zu Rom. Als damals nach dem Tode des ersten ka-tholischen Erzbischofs von Tyrus der Stiftsherr des heiligenGrabes Fulchcr auf dessen erledigten Stuhl gerufen wurde,so untersagte ihm der Patriarch Wilhelm auf das strengste,sein erzbischöfliches Pallium von dem römischen Bischof zubegehren. Der Erzbischof Fulcher aber, zwar kein Mannvon tiefer Gelehrsamkeit, aber von desto festerm Sinn, war