«S4 Geschichte der Krcuzzüge. Buch ll. Kap.XXXIIl.
Schon die Weise, wie Radulph durch die Gunst desVolks zum Patriarchen erhoben wurde, und der Ucbermuth,mit welchem er nach seiner unrechtmäßigen Wahl dem Clerusseiner Kirche trotzte, erweckten ihm unter den Geistlichenviele Feinde. Denn während nach dem Tode des Patriar-chen Bernhard die Erzbischöfe und Bischöfe des antiochi-schen Patriarchats zur Wahl eines neuen Patriarchen versam-melt waren, riefen die Ritter und das Volk den ErzbischofRadulph von Mamistra eigenmächtig zum Oberhaupt dercintiochischen Kirche aus. Darüber entstand unter den ver-sammelten Völkern ein heftiger Zwiespalt, indem einige ausFurcht vor dem Zorn des tobenden und schrcycnden Volksdie Wahl Radulphs anerkannten, andere aber die Rechtedes Clerus wider das Volk behaupten wollten. Währenddieses Streits setzte sich Radulph, ohne auf den wider seineWahl erhobenen Widerspruch zu achten, in den Besitz derbischöflichen Kirche und Pfalz und nahm selbst sein Palliumvon dem Altar des heil. Petrus zu Antiochien, als wenndieses so heilig wäre, wie ein an dem heiligsten Leibe desApostels Petrus zu Rom geweihtes ^), fest entschlossen, keinPallium von dem römischen Bischof zu begehren. Jndeßgewann Radulph durch Schmeicheleyen und freundlicheReden mehrere seiner Mitbischöfe, von ihrem Widerspruch
Vichts er chsarettis. Oiceiietur
et vere sie erat, orrogLiis et äe sexius acguo xrresnineiis." Willi.
XV. >7. An einer andernStelle (XIV. io.) nennt er ihn;
ir wiiitaris , lULßniücns et iilie-7LÜs xiuiiinuni, xicdi et cguestriLchnochini aeeextns orchni."
L) „Suinxtunt äe corxore h. ike-
tri" W i I Ii. XV. iz., weil
in der Kirche, wo die -Pallien ge-weiht werden, die Gebeine des heil.Petrus ruhen, und die Pallien nach ih-rer Weihung eine Nacht auf einen nahebey dem Grabe des heil. Apostels ste-henden Altar gelegt werden, wo siedie ganze folgende Nacht Atlassenwerden.