I. Chr.
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6o- Geschichte der Kreuzzüge. Duchll. Kap.XXVIII.
und der Schwester des armenischen Fürsten Leo. Der alteJoscelin hatte noch in den letzten Tagen seines Lebens denKummer/ z» sehen/ wie sehr unähnlich ihm sein Sohn war/welcher nach ihm die christliche Gränze gegen die Macht desSultans von Bagdad/ die Tapferkeit und Klugheit Zenkisund die immer sich erneuernden zahllosen Schwärme der Tür-ken und Turkomanen beschirmen sollte. Ein untergrabenerThurm eines belagerten Schlosses in der Gegend von Halebwar ans den alten Joscelin gefallen/ nur mit vieler Mühehatte man ihn hcrvorgegraben / und schwer verwundet er-wartete der bejahrte Kreüzheld seinen nahen Tod. Als er insolchem Zustande die Nachricht empfing/ der türkische Fürstvon Zconium belagere das Schloß CressuM/ so gebot er sei-nem Sohne/ mit den Edessenischen Truppen die Burg zubefreycn. Dieser aber weigerte sich/ mit so wenigen Strei-tern gegen das zahlreiche Heer der Ungläubigen auszuzichn.Da säumte der alte Joscelin nicht/ wiewohl krank undschwach/ selbst noch einmal seine Ritter zum Streite wider dieHeiden zu führen und ließ sich in einer Sänfte trage»/ um-geben von seiner Schar/ in welcher er so oft muthig undkühn sein Roß getummelt hatte. Noch war er nicht weitvorgerückt / als ihm Gottfried der Mönch , einer seiner Ba-rone/ meldete/ die Ungläubigen wären schon von Crcssmnabgezogen. Nun ließ Joscelin die Sänfte auf die Erdesetzen und dankte Gott mit erhobenen Händen/ weil ihm/ ob-wohl dem Tode nahe, es noch einmal gelungen, die Heiden
müthiglien unter den Franken undden Teufel unter ihnen. Eb n A l-Athir (S. SZ4. bcy de Guignes,wahrscheinlich mit denselben Wor-ten, wie bcy Abu Schamah): »N
ctoit Io plus bravo et Io plus eou-raxeux ilos lbrauos." Wahrschein-lich unterschieden Liese SchriftsieÜsrdis beyden Joöceline, Vater undSohn, nicht von einander.