6oo Geschichte der K re u zzüge. B u ch II. K ap. XXVIII.
2. §kr.nzi.
würdig und seine Tochter Sibylla wurde die Gemahlin desGrafen Dietrich von Flandern und Elsaß, welcher die Graf-schaft Flandern dem Wilhelm Clitv abgcwonncn hatte.
Der trotzige und kühne Sinn des Grafen Fulco hattesich schon sehr gemildert, als er den heiligen und gefahrvol-len Thron von Jerusalem bestieg. Er würde damals eintrefflicher König eines friedlichen Reichs gewesen scyn, denner war mitleidig, gutherzig, wohlthatig gegen Arme undNothlcidende und jedem zugänglich, so bescheiden, daherbcy Lebzeiten seines Schwiegervaters, des Königs Balduin,das von diesem ihm angeborene Reich nicht annchmenwollte "); aber um Beherrscher eines Reichs zu scyn, wel-ches ohne sichere Granzen, nur durch eine große Zahl vonBurgen und Schlössern auf den Spitzen der Berge unddurch einige feste Städte geschützt, allein mit beständigerWachsamkeit und Bereitwilligkeit zum Kampfe bchauvtctwerden konnte, dazu war sein Geist und Körper allzusehrgeschwächt. Sein Gedächtniß war schon so sehr erloschen,daß er oftmals nicht der Namen seiner beständig ihn umge-benden H-nisgenosscn sich erinnern konnte, nicht selten nachden Namen derer fragte, welchen er unmittelbar vorher eineEhre erwiesen hatte, und diejenigen, welche in der Mei-nung, dem Könige wohl bekannt zu scyn, andre ihm cmpfchslen wollten, in Verlegenheit brachte, indem sie merkten,
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r^) Der König Fulro hatte rvtheHaare; Wilhelm von Tyrushält die Vereinigung solcher guten
lrigenschaflen mit jener Farbe derHaare für eine Ausnahme von derRegel, Xl^. r: ,,Lrat idem Issulcovir rukus, sed instar David, lauerniuveiüt Domiuus juxta cor suum,iidelis, nlaueuerus et contra 1e-.«;esil.II us co 1 oris altaiülis,keuiKuus or misericors", etc.