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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
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König Balduin II.

war nicht durch den Drang der Umstände zum geistlichenStande gebracht. In seiner Jugend war er ein stattlicherRitter und ward selbst Vizdom von Chartres seiner Vater-stadt; dann aber, der Welt überdrüssig und nach dem Himm-lischen trachtend, mönchte er sich in demselben Kloster, des-sen Abt er hernach durch die einmüthige Wahl der Brüderwurde. Stephan, obgleich selbst ein Blutsverwandter desKönigs Balduin, hatte kaum den Patriarchenstuhl in derheiligen Stadt bestiegen, als er wieder den Streit erregte,welchen schon der Patriarch Dagobert wider den frommenHerzog Gottfried erhoben; der neue Patriarch forderte nichtnur die Stadt Joppe als Eigenthum der Kirche der heiligenAuferstehung zurück, sondern wollte auch die Ansprüche der-selben Kirche auf die Stadt Jerusalem für den Fall, daßAskalon erobert würde, anerkannt haben. Zum Glück fürdie Ruhe des Reiches starb der Patriarch Stephan schonnach zwei) Jahren, und Wilhelm aus Mecheln in Flandern,welcher sein Nachfolger wurde, ein sanftmüthigcr Prälat,von rechtschaffenem, tadellosem Wandel und ein Mann vongroßer Schönheit des Körpers, aber an Gelehrsamkeit sei-nem Vorgänger nicht vergleichbar H, ließ den Streit ruhen.Es war aber unter den Pilgern der Verdacht, daß der Kö-nig Balduin der Andre mit Gift den Tod des unbiegsamenPatriarchen Stephan befördert habe; man erzählte, als derKönig den Patriarchen in seiner Krankheit besucht und ihnnach seinem Befinden befragt habe, da habe Stephan geant-wortet:Herr König, cs geht mir zur Stunde ganz nachEurem Wunsche", was viele so auslegten, als habe der

4)Vir simplex, moäice litrerLtus- /orma äeeorus, morLlirate com-meuäLdilis." Willi. I'vr. XIII. 26.

I. Ehr.

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