König Balduin II. 5N
Wahl des Palliums wegen sich begab, in einem Briefe allen demErzbisthume entzogenen Suffraganbischöfe», ihrem rechtmä-ßigen Erzbischof willig zu gehorchen; vergeblich empfahl Hv-norius in einem Schreiben dem Patriarchen Garmund vonJerusalem die Angelegenheiten der Lyrischen Kirche, vergeb-lich erinnerte er in einem durch Aegidius, Legaten des apo-stolischen Stuhls, welcher den Erzbischof Wilhelm auf seinerRückkehr begleitete, überbrachtcn Schreiben den PatriarchenBernhard von Antiochien, alle Suffraganbischöfe, welcheer dem lyrischen Stuhle entzogen, zurückzugeben; vergeblichdrohte der apostolische Bischof den Bischöfen des LyrischenSprengels, welche nicht binnen vierzig Tagen nach Verneh-mung des päpstlichen Willens unter den Gehorsam ihres Erz-bischofs zurückkehren würden, als ungehorsamen und wider-spenstigen Dienern der Kirche, die Entsetzung; vergeblichwaren alle Briefe, in welchen auch noch Aegidius dem Pa-triarchen und Clerus der antiochischen Kirche es ans Herzlegte, zu Lhun was Recht und Pflicht gebiete ^).
Auch der alte Streit zwischen dem Patriarchen von Je-rusalem und Antiochien über die Gränzen ihrer Sprengelkam wiederum bcy der Wiederherstellung der lyrischen Kirchein Anregung. Denn die Lyrische Kirche war nach dem vonPaschalis ausgesprochenen Grundsätze dem Patriarchenspren-gel von Jerusalem zugewiesen worden, weil die Stadt Ty-rus durch die Barone des Königreichs von dem saracenischcnJoche war erlöset worden; obgleich der Lyrische erzbischöflicheStuhl in alten Zeiten dem Patriarchen von Antiochien zuge-hörig gewesen war, und als der erste Metropolitansitz seines
L) Wilhelm von Torus be- aus: „ karost ois Dominus errichtet alles dieses mit grossem UN- xeirennani non iminirct, -ini eocte-
muth, und bricht in den Ausruf siain ita rractaverunt! " XIII. rz.