König Balduin
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von beyden Seiten wenig ernstlich, und die Christen verga-ßen, durch die Gier nach zeitlichem Gewinn, nach dem Goldeund Gute der Muselmänner, verleitet, daß sic ausgezogenwaren nur zum Streite für die Ehre Gottes und deS Heilan-deS, nicht um reiche Beute oder durch einen klug geschlosse-nen , wohl gar listig betrügerischen Frieden von den Musel-männern ansehnliches Geld oder andere große Vortheile zugewinnen. Vey Maarra Mesrin erwarteten die Pilger zumletzten Male den Kampf wider Aksonkor. Äls er am erstenFreytage nach seiner Rückkehr in der Moschee zu Mosul sei-nen Sitz besteigen wollte, so wurde er mitten in der Umge-bung einer großen Menschenzahl von acht^') als Möncheverkleideten Assasinen mit Dolchen angefallen; und obgleicher, durch einen Panzer geschützt, und mit großer Kraft sichwehrend, drey der Mörder tödtete, so erhielt er gleichwohl,ehe seine Leute ihm zu Hülfe kommen konnten, eine iödtlicheWunde, an welcher er noch an demselben Tage starb. Dieübrigen Mörder wurden von den hinzugekommenen Leutendes ermordeten Fürsten auf der Stelle erschlagen, mit Aus-nahme eines Jünglings, welcher entkam. Der muselmänni-sche Geschichtschreiber Kemaleddin berichtet ein merkwürdi-ges Deyspicl von der Sinnesart, mit welcher die Assasinensolchen Fürstenmord vollbrachten. Als die bejahrte Mutterdes dem Racheschwert entronnenen jungen Assasinen, welchezu Kafarnasch, einem Dorfe auf dem Gebirge bey Ezaz,wohnte, die Ermordung des Fürsten Aksonkor vernahm, so
2i) So Kemaleddin. NachAb ulfe da und AbulfaraLfchward Aksonkor von zehn Assasinenüberfallen. Nach Wilhelm von To-rus waren die Mörder äomesrici. er
kriiülirres des Aksonkor. Cs istnicht unwahrscheinlich/ daß die As-sasinen in seinen Dienst getreten wä-re»/ um desto leichter Gelegenheitzum Morde zu finden.
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