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2 (1843)
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Sechster Tag.

hatte, sich zum Tanze zu rüsten. Pamphilus führte aufsein Verlangen den Tanz auf; der König aber sagte, zuElisa gewandt, freundlich:Schönes Mädchen, Du über-trügest mir heute die Ehre der Krone; so will ich Dirdenn für diesen Abend die des Liedes übertragen. Singeuns also eines, wie es Dir am besten gefällt." Elisa er-wiederte lächelnd, daß sie gern dazu bereit sei, und begannmit süßer Stimme in folgender Weise:

Kann, Amor, ich mich Deiner Klan' entwinden,

So hoff' ich sicherlich,

Kein andrer Hamen soll mich fürder binden.

Als Kind schon ward ich Dein mit Leib und Blut, .

Denn Frieden, dacht' ich, solltest Du mir spenden,

Und, wie bei völligstem Wertraun man thut,

Warf alle Waffen selbst ich aus den Händen.

Doch, Du Tyrann, wie eiltest Du, zu wendenDie Waffen gegen mich,

Und mich mit schwerer Kette zu umwinden!

Kaum aber, daß sie mich gefesselt hat,

Giebst Du mich auch, an Thränen fast erstickend,

Dem Mann, der mir zum Tod ins Leben trat,

Und der mir noch gebeut, den Sinn berückend.

So schwer ist seine Tyrannei, so drückend,

Daß sie kein Haar breit wich

Den Seufzern, die mein Leid, verzehrend, künden.

Mein Flehen all, die Winde streun's umher, ^

Er hört's nicht; horcht' ihm nicht, wenn sie's ihm böten.Drum wächst mein Leiden auch je mehr und mehr;

Das Leben haß' ich, weiß mich nicht zu tödten.

Erbarm' Dich meiner, Herr, in diesen Röthen;

Du kannst es ja, nicht ich.

Laß mich, von Dir für mich besiegt, ihn finden.