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2 (1843)
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Fünfter Lag. Neunte Geschichte.

Andringen Federigo's Trefflichkeit und des letzten Beweisesseiner hochherzigen Gesinnung, den er ihr gegeben, indemer einen solchen Falken, allein um sie zu ehren, getödtethatte. Darum sagte sie zu ihren Brüdern:Am liebstenließe ich, wolltet Ihr es gestatten, meinen Witwenstuhlunvcrrückt; ist es aber Euer Begehren, daß ich zu einerzweiten Ehe schreite, so werde ich wahrlich keinem Andernmich vermahlen, wenn ich Federigo degli Alberighi nichterhalte.^ Auf diese Rede verhöhnten sie ihre Brüder undsprachen:Thörichte, was schwatzest Du da; wie kannstDu ihn nehmen wollen, der nichts auf der Welt hat?"Sie aber antwortete:Meine Brüder, wol weiß ich, daßcs sich also verhalt, wie Ihr sagt; ich aber ziehe dmMann vor, der des Vermögens entbehrt, als das Ver-mögen, das eines Mannes entbehrt."

Wie die Brüder diese ihre Gesinnung vernahmen, undsich überzeugten, daß Federigo, trotz seiner Armuth, einhöchst ehrenhafter Mann sei, gewahrten sie sie ihm, nachGiovanna's Wünschen, sammt allen ihren Reichthümern.Er aber beschloß, im Besitz einer so trefflichen und soüberschwenglich von ihm geliebten Gattin, und noch über-dies in dem eines außerordentlichen Vermögens, nach lan-gen Jahren freudig seine Tage." -