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Costanza und Martuccio.
auch das Mädchen für ihn entbrannt, sodaß sie keinenglücklichen Augenblick hatte, als wenn sie ihn sah. Mar-tuccio, der Sie zur Frau begehrte, ließ bei ihrem Vater umihre Hand anhalten, dieser antwortete indeß, er sei arm,und darum wolle er sie ihm nicht geben.
Tiefgekrankt, daß er seine Armuth wegen verschmähtworden sei, verschwor Martuccio sich nun mit einigen Freun-den und Verwandten, nie anders als reich nach Lipari zurück-zukehren. So segelte er denn von seiner Heimat ab undging an den Küsten der Berberci gegen einen Jeden, derschwächer war als er, auf Seeräuberei aus. Dabei wäre ihmdann auch das Glück gar günstig gewesen, hätte er es nurüber sich gewinnen können, seinen Erfolgen ein Ziel zu setzen.Weil er sich aber, so wenig als die Seinigen, mit den er-worbenen großen Schätzen begnügen wollte und übermä-ßigen Reichthum zu gewinnen begehrte, so geschah es,daß sie eines Tages von mehreren saracenischen Fahrzeu-gen überfallen und nach langem Widerstande sämmtlichgefangen wurden. Die Mehrzahl wurde von den Sara-cenen ins Meer geworfen und das Schiff versenkt, Mar-tuccio selber aber nach Tunis geführt und dort in langemElende gefangen gehalten. Inzwischen kam die Nachricht,daß Alle, die sich mit Martuccio auf jenem Schiffe befunden,ertränkt worden seien, nicht etwa nur durch eine oder ein paarPersonen, sondern auf vielen verschiedenen Wegen nach Lipari.
Das Mädchen aber, die schon über die Abreise ihresGeliebten außermaßen traurig gewesen war, weinte nun,als sie vernahm, daß er mit den Andern umgekom-men sei, lange Zeit und beschloß, nicht länger zu leben.Da es ihr jedoch an Mulh fehlte, sich selber auf irgendeine Weise gewaltsam umzubringen, erdachte sie ein neuesMittel, sich den Tod zu geben. Eine Nacht nämlichschlich sie sich heimlich aus dem Hause ihres Vatersnach dem Hafen hin, wo sie zufällig in einiger Ent-fernung von den übrigen einen Fischerkahn fand, der, weilseine Besitzer ihn nur eben erst verlassen hatten, mit Mast,