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2 (1843)
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Fünfter Tag. Erste Geschichte.

jenen Worten sogleich einen großen eisernen Enterhaken,zog damit das Schiff der Rhodier, die aus allen Kräftenweiter segelten, gewaltsam an das seine und sprang mitdem Muthe eines Löwen, ohne daß ein Anderer ihm ge-folgt wäre, hinüber, als ob er die Rhodier alle für garnichts achtete. Die Liebe lieh ihm Kräfte, und so stürzte ersich, ein Messer in der Hand, mit wunderbarer Gewalt mittenunter die Feinde und schlachtete gar Viele, bald hier undbald dorthin stoßend, gleich Schafen ab, sodaß die Rho-dier endlich, voller Schrecken, ihre Waffen von sich war-fen und mit Einer Stimme sich als Gefangene ergaben.Eimon dagegen sagte zu ihnen:Junge Männer, wederaus Verlangen nach Beute, noch aus Haß, den ich gegenEuch hegte, bin ich von Cypern gesegelt, um Euchhier mitten im Meere mit bewaffneter Hand zu über-fallen. Was mich so zu thun bewogen hat, dessen Ero-berung ist für mich das Höchste, Ihr aber könnt esmir gar leicht, auch friedlich überlassen: das ist nämlichIphigenie, die ich über Alles liebe, und die, mir mit denWaffen feindlich von Euch zu erkämpfen, da ihr Vatersie mir nicht als Freund mit Gutem überlassen wollte,die Liebe mich gezwungen hat. So will ich ihr dennsein, was Euer Pasimundas ihr werden sollte; gebt siemir, und dann ziehet im Namen Gottes."

Die Jünglinge überließen, mehr von der Noch alsvon gutem Willen bewogen, die Dame weinend dem Cimon.Er aber sagte, als er sie weinen sah, zu Iphigenien:Be-trübe Dich nicht, o holde Dame; ich bin Dein Eimonund habe Dich durch meine lange Liebe besser verdien!als Pasimundas durch gelobtes Versprechen." Iphigenienhatte er, ohne von dem Gut der Rhodier das Mindestezu berühren, inzwischen schon in sein Schiff steigen lassen,und nun kehrte er selbst zu seinen Gefährten wieder zu-rück und hieß Jene weiter ziehen. Hocherfreut" über denErwerb einer so theurcn Beute, verwandte Cimon dieerste Zeit, um die Weinende, so viel er konnte, zu trö-