um, nach vorgängiger Anordnung ihrer Geschäfte, nachNeapel zu ziehen. Das Mädchen aber hörte nicht aufzu weinen und ihren Blumentopf zu verlangen und starbin solcher Weife unter Thränen.
Das war das Ende dieser traurigen Liebe. Mit derZeit aber wurde die Begebenheit Vielen bekannt, und esdichtete Einer das Lied darauf, das heute noch gesungenwird:
Wer war der arge Bösewicht,
Der meinen Blumenstock genommen?"
Sechste Geschichte.
Andrcola liebt den Gabriotto. Sie erzählt ihm einen Traum,den sie gehabt, und er ihr einen anderen. Darauf stirbt er plötz-lich in ihren Armen, und während sie ihn mit ihrer Dienerin nachseinem Hause trägt, werden sic von der Wache gefangen, undsie gesteht, wie sich Alles zugetragen. Der Podest», will ihrerEhre Gewalt anthun, sie wehrt sich aber. Ihr Water erfährtindes, wo sie sei, und befreit sie, da er sic unschuldig findet.Sie aber weigert sich, länger in der Welt zu leben, und wirdNonne.
§)ie Geschichte, die Philomela so eben erzählt, war denDamen sehr willkommen gewesen, da sie jenes Lied schonoft singen gehört hatten, nirgend aber, trotz allen Fra-gens, die Veranlassung, auf die es gedichtet wäre, hattenerfahren können. Der König hatte kaum das Ende ge-hört, so hieß er dem Pamphilus, in der Ordnung weiterfortzufahren. Pamphilus sagte darauf: „Der in der vori-gen Geschichte erwähnte Traum veranlaßt mich, Euch eineandere zu erzählen, in der ihrer zweie Vorkommen, welche
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