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1 (1843)
Entstehung
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Dritter Tag.

che nicht eher wiederbekommm sollen, als bis die Kno-chen ohne Lehrmeister pfeifen gelernt hätten." Philostra-tus merkte wohl, daß für jeden seiner Pfeile eine Sichelzur Hand war, er gab deshalb das Witzeln aus und be-gann statt dessen, sich mit der Regierung des nun ihmübertragenen Reiches zu beschäftigen. Deshalb ließ er sichden Seneschall rufen und sich von ihm berichten, wie weitAlles gediehen sei; dann ordnete er mit vielem Verständefür die Dauer seiner Herrschaft an, was ihm ziemlich undfür das Vergnügen der Gesellschaft förderlich erschien, undwandte sich, als dies geschehen war, mit folgenden Wor-ten zu den Damen:

Liebevolle Damen, seitdem ich Gut und Böse zu un-terscheiden wußte, war ich zu meinem Unglück, wegen derSchönheit der Einen oder Andern unter Euch, dem Amorimmer unterworfen. Daß ich demüthig und gehorsamwar und in Allem, was ich wußte, aus vollen Kräften sei-ner Weise nachlebtc, hat mir nichts geholfen, vielmehrhat man mich zuerst um eines Andern willen verlassen,und nachher ist es mit immer scheelst und schlechter gegan-gen und so wird es mir auch wol gehen bis an meinenTod. Deshalb will ich denn, daß nichts Anderes der Ge-genstand unsrer morgenden Geschichten sei, als was mei-nem Schicksale entspricht, nämlich, die Begebenheiten Der-jenigen, deren Liebe üblen Ausgang hatte. Denn auchden Ausgang der mcinigen erwarte ich, wenn es lange sofortdauert, höchst betrübt, und allein um dessentwillen hatmir Einer, der wohl wußte, was er that, den Namenbeigelegt, bei dem Ihr mich ruft." Mit diesen Wortenstand er auf und beurlaubte einen Jeden bis zum Abend-essen.

Der Garten war so schön und so ergötzlich, daß Kei-ner aus der Gesellschaft es vorzog ihn zu verlassen, umanderwärts größeres Vergnügen zu finden. Vielmehr un-terhielten sie sich, da die schon kühlere Sonne sie nichtmehr daran hinderte, den Rehen, Kaninchen und andern