erhaben auf einem kleinen Hügel stand. Als die Gesell-schaft in ihn eingetreten war und überall in den sauberenund geschmückten Zimmern sich umgethan hatte, diemit Jedwedem, was zur Wohnlichkeit dient, reichlichversehen waren, lobten ihn Alle höchlich und pachtetenseinen Besitzer für begütert und prachtliebend. Als siedann niedergestiegen waren und den ausgedehnten undfreundlichen Hof gesehen, die Keller voll trefflicher Weineund das Wasser, das in Ueberfluß hervorsprudelte, eis-kalt gefunden hatten, stieg ihre Bewunderung noch umVieles.
Hierauf erstiegen sie, der Ruhe gleichsam bedürftig,eine Terrasse, die den ganzen Hof beherrschte und mitLaubwerk und Blumen, wie die Jahreszeit sie bot, reich-lich geschmückt war; und kaum hatten sie sich niederge-lassen, so erschien der sorgsame Seneschall und erquicktesie mit dem feinsten Backwerk und trefflichem Weine.Dann ließen sie sich einen Garten eröffnen, traten in ihn,der rings mit einer Mauer umgeben-war, ein, und da erihnen gleich bei den ersten Schritten von wunderbarerSchönheit dünkte, fingen sie an, aufmerksamer seineTheile zu betrachten. Rings umher und auch mitten hin-durch führten viele geräumige und schnurgerade Wege, diemit Laubengängen von Wein überwölbt, für dies JahrTrauben in Menge zu bieten versprachen; denn unzähligeReben verbreiteten so starken Wohlgeruch durch den Gar-ten hin, daß er im Verein mit viel anmuthigen Düftenunsere Gesellschaft glauben machte, sie befinde sich in mit-ten aller Spezereien, die je im Orient wuchsen. Die Sei-ten jener Gänge waren mit Hecken von weißen und rothenRosenbüschen und von Jasmin fast ganz umschlossen, sodaß man, nicht am Morgen nur, sondern auch, wenndie Sonne am höchsten stand, ohne von ihren Strahlengetroffen zu werden, dort unter wohlriechendem und gefäl-ligem Schatten lustwandeln konnte. Allzulanger Erzählungbedürfte es, um zu berichten, was für Pflanzen, in wel-