Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
185
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der Marschall diesen Spielen zu, und das Betragen desKnaben gefiel ihm so sehr, daß er fragte, wer er sei.Man erwiderte, es sei der Sohn eines armen Mannes,der zu Zeiten komme, um sich ein Almosen zu fordern.Darauf ließ der Marschall den Vater um den Knaben an-sprechen, und dieser, der Gott um nichts mehr gebetenhatte, willigte gerne ein, so leid es ihm auch that, sichvon dem Knaben trennen zu sollen.

Als nun der Graf Sohn und Tochter versorgt sah,gedachte er nicht langer in England zu verweilen, sondernsah, wie er nach Irland hinüber kam. Hier angekom-men, verdung er sich in der Nähe vom Stamford beieinem Grafen auf dem Lande als Knecht, verfah sämmt-liche Geschäfte, die einem Knechte oder Pferdejungen ob-liegen, und blieb dort unter vielem Ungemach und großerMühe lange Zeit, ohne von irgend Jemandem erkannt zuwerden.

Inzwischen nahm Violante, die jetzt Jeannette hieß,bei der Edeldame in London an Jahren und an Schönheitzu und gewann die Gunst der Dame, ihres Gemahles,jedes Andern im Hause und Aller, die sie sonst nochkannten, ,in einem erstaunlichen Maße. Denn es warNiemand, der nicht gestehen mußte, ihr Betragen undihre Sittsamkeit seien der höchsten Auszeichnung und desschönsten Lohnes würdig. Demzufolge hatte die Dame,die sie von dem Vater erhalten und über ihre Abkunftnie etwas Anderes hatte erfahren können, als was sie vondiesem selber gehört, sich bereits vorgenommen, sie dem Standegemäß, den sie ihr beilegte, gut zu verheirathen. Gottaber, der die Verdienste der Menschen mit einem gerechtenAuge durchschaut, erwog ihre adliche Geburt und wieschuldlos sie für fremde Sünde büße, und lenkte es anders;denn wir müssen glauben, daß Seine Gnade Das, wassich nun ereignete, zuließ, um das Mädchen nicht in nie-drige Hände gerathen zu lassen.

Die Edelfrau, welche Jeannetten zu sich genommen,