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1 (1843)
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Zweiter Lag. Achte Geschichte.

Achte Geschichte.

Der Graf von Antwerpen geht auf eine fälschliche Beschuldigungins Exil und läßt seine zwei Kinder an verschiedenen Orten inEngland. Als er später unerkannt aus Irland zurückkehrt, findeter Beide in glücklicher Lage; er geht als Stallknecht mit demHeere des Königs von Frankreich; seine Unschuld wird entdeckt, under erlangt seine frühere Stellung wieder.

§6ei Anhörung der mannigfachen Schicksale, welche dieschöne Alatiel betroffen, seufzten die Damen häufig; werweiß aber, was die Ursache jener Seufzer war? Leichtmöglich, daß die Eine oder die Andere aus Verlangen nacheben so zahlreichen Hochzeiten nicht minder als aus Mit-leiden seufzte. Ohne mich indeß für jetzt bei jener Unter-suchung zu verweilen, sage ich, daß die Königin, als dieletzten Worte des Pamphilus, aus denen sie entnahm,das Ende seiner Erzählung sei gekommen, von Allenbelacht worden waren, zu Elisen gewandt, dieser mit einerneuen Geschichte in der bisherigen Ordnung fortzusahrenauftrug. Elise war dazu gerne bereit und begann also:Wir ergehen uns heute auf einem Kampfplatze vom wei-testen Umfange, auf dem wol ein Jeder nicht nur eine,sondern zehn und mehrere Lanzen ohne Mühe zu brechenvermöchte, so reichen Vorrath an unerwarteten und hartenFällen bietet uns das Schicksal. Aus dieser ungezähltenMenge hebe denn auch ich eine Geschichte aus und sage.Daß, als das römische Kaiserreich von den Franzosenauf die Deutschen übergegangen war, zwischen dem einenund anderen Volke große Feindschaft und anhaltende und