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1 (1843)
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Landolfo Ruffolo's Schiffbruch.

mit für den cinmuthigsten Theil von Italien; hier dehntsich nicht weit von Salerno eine bergige Küste aus, diedas weite Meer überschaut und von den Einwohnern dieKüste von Amalsi genannt wird. Sie ist übersäet mitkleinen Städten, bedeckt von Gärten und Springbrunnenund, wie keine andere, voll von Leuten, die sich durch denHandel bedeutenden Reichthum erworben haben. Unterdiesen Städten ist eine, Ravello genannt, die zwar nochheute wohlhabende Einwohner hat, doch vor Zeiten einenbesaß, der überreich war und Landolfo Ruffolo hieß. Daihm indeß seine Reichthümer noch nicht genügten und ersie zu verdoppeln trachtete, fehlte wenig daran, daß ernicht allein sie, sondern mit ihnen zugleich das eigne Lebeneingebüßt hätte.

Er kaufte nämlich, wie Kaufleute das wol zu thunpflegen, auf Grund seiner Berechnungen ein besondersgroßes Schiff, befrachtete dies vollkommen für sein eignesGeld und fuhr mit ihm nach Eypern. Hier aber fander andere Schiffe, die mit derselben Art Waaren, die ergebracht hatte, eben dorthin gekommen waren, und mußtedeshalb nicht allein, was er mitgeführt hatte, losschlagen,sondern, wollte er seine Ladung irgend verkaufen, sie fastumsonst weggeben, worüber er nahe daran war, sich einLeides zu thun. In der That nahm er sich das Unglück,in kurzer Zeit von großem Reichthum zum armen Mannegeworden zu sein, so zu Herzen, daß er beschloß, entwederzu sterben oder durch Räubereien seinen Verlust zu er-setzen, damit er, während er reich abgereist war, nichtarm nach Hause zurückkehre. Sobald er also zu seinemgroßen Schiffs einen Abnehmer gefunden, schaffte er sichmit dem Gelds, das er hieraus und aus dem Verkaufeseiner Waaren gelöst hatte, ein kleineres Corsarenfahrzeugan, rüstete dies mit Allem aus, was zu solchen Unter-nehmungen dienlich ist, und begann, sich fremdes Eigen-thum, besonders aber das der Türken, zuzueignen. DasGlück begünstigte ihn bei diesem Handwerke mehr, als es