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1 (1843)
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104
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104 Zweiter Tag. Dritte Geschichte.

len hatte, und er rief ihn zu sich und fing freundlich mitihm zu reden an, und fragte ihn, wer er wäre, wohiner käme und wohin er ginge. Alessandro gab ihm aufseine Fragen volle Auskunft, eröffnete ihm unverholen seineganze Lage und erbot sich, so gering auch seine Kräfteseien, zu jedem Dienste. Wie der Abt diese verständigeund wohlgesetzte Antwort hörte, wie er Alessandro's feineBildung im Einzelnen genauer beobachtete und bei sichselber erwog, daß jener, ungeachtet seines widrigen Ge-schäftes, dennoch ein Edelmann sei, wurde sein Wohlge-fallen an ihm immer lebhafter. Voller Mitleiden mit sei-nen Unglücksfallen ermunterte er ihn zutraulich und hießihm, gute Hoffnung hegen; denn, wenn er nur ein wack-rer Mann sei, werde Gott ihn noch an dieselbe Stelle,von der er ihn verstoßen habe, und auch noch höher setzen.Uebrigens bat er ihn, da seine Reise nach Toscana ge-richtet sei, und auch er ein gleiches Ziel habe, ihm unter-wegs Gesellschaft zu leisten. Alessandro dankte ihm fürso freundlichen Zuspruch und erklärte, zu Allem bereit zusein, was jener ihm befehlen würde.

Von neuen Empfindungen innerlich bewegt, setzte derAbt seine Reise weiter fort, und nach einigen Tagen langtedie Gesellschaft in einem Dorfe an, das mit Wirthshäu-sern gar spärlich versehen war. Da jedoch der Abt ebenhier einkehren wollte, ließ ihn Alessandro in dem Hauseeines Wirthes absteigen, mit dem er von früherer Zeit herbefreundet war, und sorgte dafür, daß ihm ein Zimmerzubereitet wurde, das unter allen im Hause noch am min-desten unbequem gelegen war. Alessandro war ohnehineine Art von Haushofmeister des Abtes geworden, und indieser Eigenschaft brachte er das übrige Gefolge, so guter konnte, in den benachbarten Häusern, in denen er wohlbekannt war, unter. Als nun der Abt zu Abend gegessen,und es schon so spät in der Nacht geworden war, daßalle Leute sich niedergelegt hatten, fragte Alessandro denWirth, wo er selber schlafen könne.Das weiß ich wirk-