Herr Chapelet.
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und Mühe sind und unzähligen Gefahren unterliegen, wel-chen wir, die wir mitten unter ihnen leben und selbereinen Theil von ihnen ausmachen, weder widerstehen, nochsie abwehren könnten, wenn Gott uns nicht durch Seinebesondere Gnade die nöthige Kraft und Fürsorge liehe.Von dieser Gnade haben wir uns nun keineswegs einzu-bilden, daß sie um irgend eines Verdienstes willen, daswir hatten, über uns komme, vielmehr geht sie nur vonSeiner eignen Huld aus und wird den Bitten Derer ge-wahrt, die einst wie wir sterblich waren und, weil sie, solange sie lebten, Seinem Gefallen Folge geleistet, jetzt imHimmel mit Ihm der ewigen Seligkeit genießen. Andiese Letzten, als an Fürsprecher, die unsere Schwache undGebrechlichkeit aus eigner Erfahrung kennen, richten wirvorzugsweise unser Verlangen nach den Gegenständen un-serer Wünsche, welches wir vielleicht nicht wagen würden,unserm höchsten Richter gegenüber laut werden zu lassen.Um so überschwenglichere Gnade haben wir aber in Ihmzu erkennen, da es wol manchmal geschehen mag, daß wir,deren sterbliches Auge auf keine Weise in das Geheimniß desgöttlichen Willens eindringen kann, durch falsches Dafür-halten irre geleitet, Den zu unserm Vertreter vor derMajestät Gottes erwählen, den Er von Seinem Angesichtverbannet hat, und daß demohngeachtet, Er, vor dem nichtsverborgen ist, mehr auf dis reine Gesinnung des Bittenden,als auf dessen Unwissenheit oder auf des Angerufenen Ver-dammung sieht und das Gebet ebenso erhört, als ob dervermeintliche Fürsprecher die Seligkeit Seiner Anschauunggenösse. Daß sich dem also verhalte, wird aus der Ge-schichte, die ich Euch erzählen will, offenbar hervorgehen.Offenbar sage ich nur nach menschlichem Dafürhalten,da Gottes Rathschlüsss uns verborgen bleiben.
Es wird uns nämlich berichtet, daß Musciatto Fran-zesi, als er von einem reichen und angesehenen Kaufherrnzum Edelmanne geworden war und nun mit dem Bruderdes Königs von Frankreich, dem vom Papst Bonisaz her-