Giovanni Boccaccio.
XON '
können, bei der Uebersetzung zu entfernen, was keuschen Oh-ren unserer Tage verletzend ist. Bei Boccaccio's Eigen-thümlichkeit, der das Unanständige nicht um sein selbst wil-len lüstern ausmalt, sondern nur mit aufnimmt, um da-durch zur Pointe der Erzählung zu gelangen, hatte ichfürchten müssen, ähnliche Albernheiten zu Stande zu brin-gen, wie die Oaputati in der Geschichte von Alibech undRustico. — 8irit ut sunt, out nun siut. — Ob ich un-ter solchen Umständen nicht besser gethan hatte, das Buchunübersetzt zu lassen? —- Da bereits neun deutsche Ueber-setzungen im Umlaufe sind, so wäre es dadurch gewiß derKunde deutscher Leser nicht entzogen. Sicher aber ist derEindruck des Buches ein günstigerer, wenn der Leser durch-gängig gewahr wird, das Ziel des Bearbeiters sei ein ern-steres, ich möchte sagen, wissenschaftliches gewesen, als wenner sieht, daß es nur darauf ankam, seine Lachlust oderLüsternheit durch das Nacherzählen schlüpfriger Geschichtenanzuregen.