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1 (1843)
Entstehung
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XVI
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XVI Giovanni Boccaccio.

(Mariens) Mutter stammte, suchte ich als Kind die hetru-rischen Reiche heim." Da nun bekannt ist, daß Boccacciodi Chellino zweimal (mit Margherita di Gian Donatode' Martoli und mit Bice di Ubaldino Bosticchi) verheira-thet war, keine der beiden Genannten aber des DichtersMutter ist, so scheint er die Frucht verbotener Liebe, undvermuthlich in Paris geboren zu sein').

In der Genealogie der Götter') erzählt uns Boc-caccio, daß er noch vor erreichtem siebenten Jahre, kaum desLesens und Schreibens kundig, ohne Unterweisung, jaohne alle Bekanntschaft mit Dichterwerken, kleine poetischeErfindungen in Reimen verfaßt habe. Einigen gramma-tischen Unterricht ließ ihm nach Filippo Villani's Bericht")der Vater, obwol poetischen Tändeleien abhold, durchJohannes de Strada ertheilen; doch wissen wir aus einemAntwortbriefe des Petrarca ^), daß Boccaccio noch in spatenJahren sich rühmte, als Knabe, zuerst von Dante's gött-licher Komödie emporgeleitet, nach Höherem gestrebt zuhaben.

Bald indeß zog unfern Giovanni des Vaters Gebotso lieben Beschäftigungen ab und nöthigte ihn zu kauf-männischer Thätigkeit"). Noch im Knabenalter (sckole-scentiain nonclum intraatem) wurde er einem bedeuten-den Kaufmann anvertraut, bei dem er sechs Jahre ver-weilte, und der ihn (nach Manetti) auf seinen Geschäfts-reisen (namentlich auch nach Frankreich) mit sich führte,endlich aber ihn, als der Fähigkeiten und des guten Wil-lens ermangelnd, dem Vater zurücksandte. Nun mußte erauf des Vaters Befehl, mit nicht geringerem Widerwillen,kanonisches Recht (poatikcum sanctioass) studiren, und

1) Mz/itts, Vit» Vmiii-osii 6»I»»I6. p. 66I.XV. LllicleM Vit»äi 6iov. Locc»cci p. 27780.

2) XV. 10.

3) Vit» e<I. Uoreiii p. 69.

4) Tpist. L6. 1601. XII. 12.

5) 6o»e»I. Ileor. I. c.